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Arbeitslosigkeit im Märkischen Kreis bleibt auf hohem Niveau
© Radio MK/ Jesse
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Arbeitslosigkeit im Märkischen Kreis bleibt auf hohem Niveau

Im Märkischen Kreis bleibt die Lage auf dem Arbeitsmarkt angespannt. Rund 19.000 Menschen waren im April arbeitslos gemeldet - eine Frühjahrsbelebung bleibt laut Agentur für Arbeit aus.

Veröffentlicht: Donnerstag, 30.04.2026 15:28

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Arbeitsmarkt im Märkischen Kreis stagniert

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Im Märkischen Kreis waren im April 2026 insgesamt 19.005 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren vier Personen weniger als im März, aber 432 Personen beziehungsweise zwei Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag unverändert bei 8,4 Prozent. Im April 2025 hatte sie noch bei 8,2 Prozent gelegen. Eine typische Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt blieb laut Agentur für Arbeit Iserlohn aus. Besonders der Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit und der Jugendarbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr fällt auf.

Besonders der Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit und auch der Jugendarbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr ist ein Warnsignal." - Sebastian Unkhoff, Leiter der Agentur für Arbeit Iserlohn

Im gesamten Jahr 2025 gab es nach Angaben der Arbeitsagentur knapp 18.700 Arbeitslose im Jahresdurchschnitt.

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Weniger Stellenangebote im Märkischen Kreis

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Die Dynamik am Arbeitsmarkt im Märkischen Kreis hat weiter nachgelassen. Im April wurden 466 neue Stellen gemeldet - 175 weniger als im Vormonat und 282 weniger als vor einem Jahr. Insgesamt befanden sich 3.370 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. Die meisten offenen Stellen gibt es aktuell im Verarbeitenden Gewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel sowie im Baugewerbe. Im vergangenen Monat meldeten sich 2.921 Personen arbeitslos, davon kamen 1.045 direkt aus einer Beschäftigung. Gleichzeitig beendeten 2.923 Menschen ihre Arbeitslosigkeit, 993 davon nahmen eine Erwerbstätigkeit auf.

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Mehr Jugendliche suchen Ausbildungsplatz im MK

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Auch der Ausbildungsmarkt im Märkischen Kreis zeigt sich angespannt. Bis April waren 1.977 junge Menschen als Bewerber für eine Ausbildungsstelle oder ein duales Studium gemeldet. Das sind 177 Personen beziehungsweise zehn Prozent mehr als im April 2025. Gleichzeitig meldeten die Unternehmen in der Region 1.855 Ausbildungs- und duale Studienplätze - 374 Stellen beziehungsweise 17 Prozent weniger als vor einem Jahr. Rein rechnerisch kommen damit auf 100 Stellen 108 Bewerber. Zuvor zählte der Märkische Kreis zu den wenigen Regionen in Nordrhein-Westfalen, in denen es mehr Ausbildungsstellen als Bewerber gab. Aktuell sind noch 1.199 Ausbildungsplätze frei, vor allem als Kaufleute im Einzelhandel, Verkäufer, Industriekaufleute und Industriemechaniker.

Die rückläufige Zahl gemeldeter Ausbildungsstellen bereitet uns zunehmend Sorge - gerade vor dem Hintergrund, dass mehr junge Menschen unsere Unterstützung suchen. Wir möchten Unternehmen ermutigen, jungen Menschen Chancen zu geben - auch wenn nicht immer alles auf Anhieb passt." - Sebastian Unkhoff, Leiter der Agentur für Arbeit Iserlohn
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Grundsicherung im Märkischen Kreis leicht rückläufig

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Im Bereich der Grundsicherung zeigt sich eine gegenläufige Entwicklung. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften sank im Vorjahresvergleich um 465 auf insgesamt 17.295. Das entspricht einem Rückgang von 2,6 Prozent. Insgesamt bezogen 23.528 erwerbsfähige Personen Bürgergeld - 770 Personen beziehungsweise 3,2 Prozent weniger als im April 2025. Laut Jobcenter Märkischer Kreis ist im ersten Quartal mehr Menschen der Übergang aus der Grundsicherung in Beschäftigung gelungen. Im Jobcenter-Bereich (SGB II) waren allerdings 12.735 Arbeitslose registriert, 81 Personen mehr als im Vormonat.

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