
Hilfe bei A45-Problem in Lüdenscheid
Das Land NRW hat das Förderprogramm für von der A45-Sperrung betroffenen Unternhmen um weitere zwei Jahre, also bis Ende Dezember 2025, verlängert. Mit dem A45-Kredit steht den Unternehmen ein niederschwelliges Programm mit günstigen Konditionen zur Verfügung. Beantragen können ihn die Firmen bei ihrer jeweiligen Hausbank. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Betrieb Umsatzeinbußen von mindestens 20 Prozent hatte oder die Betriebs- und Materialkosten um 20 Prozent gestiegen sind. Diese Verlängerung begrüßt auch die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer (SIHK) und bietet dazu auch Beratungen an. Noch mehr Infos zum NRW.BANK.Universalkredit bekommt ihr unter www.nrwbank.de.
Die Förderhilfe ist nur ein Faktor, um die Situation rund um die gesperrte A 45 bei Lüdenscheid zu verbessern. Unsere heimischen Politiker beschäftigen sich gemeinsam mit Verbesserungsvorschlägen.
A45-Sperrung bei Lüdenscheid sorgt für wirtschaftliche Probleme
Seit der Sperrung der Talbrücke Rahmede kann die A45 nicht befahren werden. Dies führt zu anhaltenden Einschränkungen am Wirtschaftsstandort Südwestfalen. Bis zum Bau der neuen Autobahnbrücke müssen viele Unternehmen Umsatzeinbußen oder deutliche Kostensteigerungen hinnehmen.
Betroffene kleine und mittelständische Unternehmen sowie Handwerksbetriebe und Freiberufler können seit März 2022 unter bestimmten Voraussetzungen eine besonders zinsvergünstigte Variante des NRW.BANK.Universalkredits in Anspruch nehmen. Diese sichert den Unternehmen die Liquidität, die sie benötigen, um finanzielle Engpässe zu vermeiden und notwendige Investitionen zu tätigen. Als zusätzliche Erleichterung erhalten die Kreditnehmer einen Tilgungsnachlass von bis zu 20 Prozent der Darlehenssumme, höchstens 100.000 Euro. Die maximale Darlehenssumme beträgt zwei Millionen Euro.
Das Problem mit den Fachkräften
Das Wirtschaftsministerium versucht Unternehmen in der Region auch auf andere Weise zu unterstützen. Ein Beispiel dafür ist das Projekt „HUB45“. Denn die Unternehmen in Südwestfalen stehen neben Umsatzeinbußen und Kostensteigerungen auch vor der Herausforderung, Fachkräfte in der Region zu halten. Um der Abwanderung von Fachkräften entgegenzutreten, fördert das Wirtschaftsministerium seit Anfang 2023 das Projekt „Hub45 – Neue Orte des digitalen Arbeitens“ mit mehr als einer halben Millionen Euro. Mit dem Projekt soll der Aufbau von Co-Working-Spaces in der Region der gesperrten A45 koordiniert werden.
Der aktuelle Stand der Rahmedetalbrücke
Am 07. Mai 2023 wurde die alte Rahmedetalbrücke bei Lüdenscheid gesprengt. Gut zwei Monate später, also Anfang Juli 2023, wurde dann der nächste große Schritt zum Neubau der Rahmedetalbrücke getan: Der Auftrag zur zum Neubau wurde vergeben. Die Deutsch-Österreichische Bietergemeinschaft HABAU/MCE/Bickhardt Bau wird sich um den Ersatzneubau kümmern. Ziel ist es, den ersten Teil der Talbrücke Rahmede Mitte 2026 für den Verkehr freizugeben.

