Anzeige
Wirtschaftliche Hilfen nach A45-Chaos bei Lüdenscheid
© Guido Raith
Der A 45-Umleitungsverkehr nervt Anwohner, Pendler und Wirtschaft. 10 Bürgermeister fordern ein Transit-LKW-Verbot. Der Landrat ist skeptisch, was die Umsetzbarkeit betrifft.
Teilen:

Wirtschaftliche Hilfen nach A45-Chaos bei Lüdenscheid

Unternehmen aus dem MK, die von der A45-Sperrung wirtschaftlich betroffen sind, können jetzt noch länger Anträge auf einen Förderkredit stellen.

Veröffentlicht: Dienstag, 18.07.2023 05:32

Anzeige

Hilfe bei A45-Problem in Lüdenscheid

Anzeige

Das Land NRW hat das Förderprogramm für von der A45-Sperrung betroffenen Unternhmen um weitere zwei Jahre, also bis Ende Dezember 2025, verlängert. Mit dem A45-Kredit steht den Unternehmen ein niederschwelliges Programm mit günstigen Konditionen zur Verfügung. Beantragen können ihn die Firmen bei ihrer jeweiligen Hausbank. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Betrieb Umsatzeinbußen von mindestens 20 Prozent hatte oder die Betriebs- und Materialkosten um 20 Prozent gestiegen sind. Diese Verlängerung begrüßt auch die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer (SIHK) und bietet dazu auch Beratungen an. Noch mehr Infos zum NRW.BANK.Universalkredit bekommt ihr unter www.nrwbank.de.

Die Förderhilfe ist nur ein Faktor, um die Situation rund um die gesperrte A 45 bei Lüdenscheid zu verbessern. Unsere heimischen Politiker beschäftigen sich gemeinsam mit Verbesserungsvorschlägen.

Anzeige
LKWs fahren von der gesperrten A45 ab
© Radio MK
Durch die gesperrte Rahmedetalbrücke kommt es immer wieder zu langen Staus. Ein großes Pröblem für unsere heimische Wirtschaft.
Anzeige

A45-Sperrung bei Lüdenscheid sorgt für wirtschaftliche Probleme

Anzeige

Seit der Sperrung der Talbrücke Rahmede kann die A45 nicht befahren werden. Dies führt zu anhaltenden Einschränkungen am Wirtschaftsstandort Südwestfalen. Bis zum Bau der neuen Autobahnbrücke müssen viele Unternehmen Umsatzeinbußen oder deutliche Kostensteigerungen hinnehmen.

Betroffene kleine und mittelständische Unternehmen sowie Handwerksbetriebe und Freiberufler können seit März 2022 unter bestimmten Voraussetzungen eine besonders zinsvergünstigte Variante des NRW.BANK.Universalkredits in Anspruch nehmen. Diese sichert den Unternehmen die Liquidität, die sie benötigen, um finanzielle Engpässe zu vermeiden und notwendige Investitionen zu tätigen. Als zusätzliche Erleichterung erhalten die Kreditnehmer einen Tilgungsnachlass von bis zu 20 Prozent der Darlehenssumme, höchstens 100.000 Euro. Die maximale Darlehenssumme beträgt zwei Millionen Euro.

Anzeige
Der Moment, in dem die marode Rahmedetalbrücke auf der A45 in Lüdenscheid gesprengt wird. Mittlerweile laufen die Neubauarbeiten auf Hochtouren.
© Radio MK / Daniel Brocke
Der Moment, als die Rahmedetalbrücke auf der A45 in Lüdenscheid gesprengt wurde.
Anzeige

Das Problem mit den Fachkräften

Anzeige

Das Wirtschaftsministerium versucht Unternehmen in der Region auch auf andere Weise zu unterstützen. Ein Beispiel dafür ist das Projekt „HUB45“. Denn die Unternehmen in Südwestfalen stehen neben Umsatzeinbußen und Kostensteigerungen auch vor der Herausforderung, Fachkräfte in der Region zu halten. Um der Abwanderung von Fachkräften entgegenzutreten, fördert das Wirtschaftsministerium seit Anfang 2023 das Projekt „Hub45 – Neue Orte des digitalen Arbeitens“ mit mehr als einer halben Millionen Euro. Mit dem Projekt soll der Aufbau von Co-Working-Spaces in der Region der gesperrten A45 koordiniert werden.

Anzeige

Der aktuelle Stand der Rahmedetalbrücke

Anzeige

Am 07. Mai 2023 wurde die alte Rahmedetalbrücke bei Lüdenscheid gesprengt. Gut zwei Monate später, also Anfang Juli 2023, wurde dann der nächste große Schritt zum Neubau der Rahmedetalbrücke getan: Der Auftrag zur zum Neubau wurde vergeben. Die Deutsch-Österreichische Bietergemeinschaft HABAU/MCE/Bickhardt Bau wird sich um den Ersatzneubau kümmern. Ziel ist es, den ersten Teil der Talbrücke Rahmede Mitte 2026 für den Verkehr freizugeben.


Anzeige
Anzeige
Anzeige