
Warnstreik im MK: Kundgebung in Lüdenscheid am Dienstag
Die Warnstreiks der IG Metall gehen im Märkischen Kreis in die zweite Runde: Am Dienstag, 3. November, kommen Beschäftigte aus sechs Städten zu einer zentralen Kundgebung in Lüdenscheid zusammen. Die Gewerkschaft fordert fünf Prozent mehr Entgelt in der aktuellen Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie und droht mit weiterer Eskalation.
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Zweiter Streiktag im MK: Zug vom Bahnhof zum Rathausplatz in Lüdenscheid
Die IG Metall setzt ihre Warnstreiks im Märkischen Kreis am Dienstag, 3. November, fort. Beschäftigte aus Betrieben in Lüdenscheid, Meinerzhagen, Plettenberg, Herscheid, Werdohl und Altena kommen zu einer gemeinsamen Kundgebung in der Kreisstadt zusammen. Ab 12 Uhr zieht ein Demonstrationszug vom Lüdenscheider Bahnhof zum Rathausplatz. Dort findet von 12:15 Uhr bis etwa 13:30 Uhr eine Kundgebung statt. Bereits am Montag hatten sich nach IKZ-Angaben rund 500 Beschäftigte aus Hemer, Menden und Iserlohn an Warnstreiks in vier Betrieben beteiligt.
Fünf Prozent mehr Entgelt - die Forderung der IG Metall im Märkischen Kreis
Die IG Metall fordert in der laufenden Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie fünf Prozent mehr Entgelt. Seit dem 1. November ist die Friedenspflicht abgelaufen – seitdem sind bundesweit Warnstreiks möglich. Die Arbeitgeber haben bislang eine Tabellenerhöhung von 1,3 Prozent angeboten, die erst im Juli 2028 greifen soll. Eine Einmalzahlung für das Jahr 2027 ist laut Gewerkschaft an das Erreichen bestimmter Unternehmensgewinnmargen geknüpft. Fabian Ferber, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Märkischer Kreis, begründet die Streiks mit der gestiegenen Lebenshaltung:
„Die Inflationsrate lag im September bei 3,3 Prozent. Das Leben ist in den letzten Jahren teurer geworden. Wer jeden Tag fleißig zur Arbeit geht, soll sich auch in Zukunft ein normales Leben leisten können.“ – Fabian Ferber, Erster Bevollmächtigter IG Metall Märkischer Kreis
IG Metall warnt vor Abbau tariflicher Errungenschaften - und droht mit Eskalation
Die Gewerkschaft betont, dass es in dieser Tarifrunde nicht allein um Lohnerhöhungen geht. Ferber verweist auf Bestrebungen von Arbeitgeberverbänden, gewerkschaftliche Errungenschaften infrage zu stellen – darunter mögliche Einschnitte beim Weihnachtsgeld, Forderungen nach einer Rückkehr zur 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich sowie weniger Mitbestimmungsrechte für Betriebsräte. In ganz Nordrhein-Westfalen sind derzeit rund 100.000 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie zum Warnstreik aufgerufen. Sollten die Arbeitgeber nicht nennenswert entgegenkommen, kündigt Ferber eine weitere Verschärfung an:
„Über Generationen haben sich Beschäftigte die Rechte erkämpft, die heute hohe soziale Standards garantieren. Auch dafür gehen wir in dieser Woche auf die Straße. Sollten die Arbeitgeberverbände nicht nennenswert entgegenkommen, werden wir unsere Eskalation weiter verschärfen." - Fabian Ferber, Erster Bevollmächtigter IG Metall Märkischer Kreis