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Waldbrand Belgien: Warum es im Märkischen Kreis nach Rauch riecht
© Symbolbild / Radio MK
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Waldbrand Belgien: Warum es im Märkischen Kreis nach Rauch riecht

Im Märkischen Kreis ist derzeit wieder Brandgeruch wahrnehmbar - bereits zum zweiten Mal innerhalb einer Woche. Der Rauch stammt diesmal aus dem belgischen Hohen Venn, wo ein Großbrand auf rund 3.000 Hektar wütet. Die Feuerwehr bittet darum, den Notruf 112 freizuhalten.

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Schon wieder Brandgeruch im Märkischen Kreis

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Für viele Menschen im Märkischen Kreis ist es in dieser Woche bereits das zweite Mal: Draußen riecht es nach Rauch, ohne dass ein Brand in der Nähe erkennbar ist. Schon vergangenen Freitag hatte die Kreisleitstelle informiert, dass Rauch von Waldbränden in Sundern und dem Kreis Düren in einer Dunstglocke über den Märkischen Kreis zog und vielerorts Notrufe auslöste. Damals gab die Feuerwehr Entwarnung. Nun ist der Geruch erneut da - diesmal aus einer noch größeren Quelle.

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Woher kommt der Rauch? Der Waldbrand im belgischen Hohen Venn

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Der aktuelle Brandgeruch im Märkischen Kreis stammt laut Feuerwehr höchstwahrscheinlich aus dem belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn. Dort brach am 14. August 2026 ein Feuer aus, das sich innerhalb von 24 Stunden auf rund 3.000 Hektar ausdehnte. Medienberichten zufolge handelt es sich um den größten Flächenbrand in Belgien seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Brandursache ist nach Angaben der belgischen Behörden noch unklar. Die Löscharbeiten gestalten sich wegen des unwegsamen Geländes und wechselnder Windrichtungen weiterhin schwierig. Der Rauch des Großbrands ist bereits bis nach Köln und weit darüber hinaus wahrnehmbar - auch der Märkische Kreis liegt in der Zugbahn der Rauchwolke. Der Deutsche Wetterdienst hat für die Brandbekämpfer eine ungünstige Nachricht: Regen ist nach aktuellem Stand nicht in Sicht.

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Wie kann Rauch über Hunderte Kilometer bis zu uns ziehen?

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Dass Rauch eines Waldbrandes in Belgien noch im Märkischen Kreis wahrnehmbar ist, klingt zunächst ungewöhnlich - ist aber meteorologisch erklärbar. Bei einem Großbrand dieser Dimension steigt die heiße Luft zusammen mit Ruß- und Aschepartikeln weit in die Höhe. Dort werden die Partikel vom Wind aufgenommen und über große Entfernungen transportiert. Bereits am 15. August war der Rauch aus dem Hohen Venn laut Berichten rund 150 Kilometer entfernt im Saarland deutlich wahrnehmbar. Seitdem hat der Wind den Rauch weiter nach Osten getragen - über Köln, Wuppertal und den Ennepe-Ruhr-Kreis bis in den Märkischen Kreis. Entscheidend ist dabei die Windrichtung: Kommt der Wind aus Westen oder Südwesten, wird der Rauch direkt in Richtung NRW und ins Sauerland gelenkt. Ohne Niederschlag - der die Partikel aus der Luft waschen würde - bleibt der Geruch über weite Strecken erhalten. Der Deutsche Wetterdienst sieht für die kommenden Stunden keinen Regen voraus, der die Lage entschärfen könnte.

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Was tun bei Brandgeruch? Die Empfehlung der Feuerwehr

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Die Feuerwehr gibt Entwarnung für den Märkischen Kreis und appelliert an die Bevölkerung, besonnen zu bleiben. Wer Brandgeruch wahrnimmt, aber keine eindeutigen Hinweise auf ein Feuer in der unmittelbaren Umgebung hat, sollte auf einen Notruf verzichten. Als eindeutige Hinweise gelten sichtbare Flammen oder eine starke Rauchentwicklung direkt vor Ort. Den Notruf 112 sollte man ausschließlich dann wählen, wenn ein tatsächlicher Brand in der Nähe erkennbar ist - damit die Leitstellenkapazitäten für echte Notfälle erhalten bleiben. Auch im benachbarten Altena war die Feuerwehr zuletzt wegen eines echten Waldbrands im Großeinsatz.

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