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Über 200 Teilnehmer: Demo gegen Verkehrschaos in Kierspe
© Radio MK
Die A45 ist gesperrt. Das wirkt sich nicht nur auf Lüdenscheid, sondern auch auf die Nachbarkommunen aus.
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Über 200 Teilnehmer: Demo gegen Verkehrschaos in Kierspe

Am Montagabend (04.09.) sind mehr als 200 Kiersperinnen und Kiersper gegen das Verkehrschaos in der Stadt auf die Straße gegangen.

Veröffentlicht: Dienstag, 05.09.2023 05:49

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Kiersper Bürger protestieren gegen Verkehrschaos

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Die Sperrung der A45 bei Lüdenscheid hat nicht nur Auswirkungen auf die Stadt Lüdenscheid, sondern auch auf die Nachbarkommune Kierspe. Über 200 Bürgerinnen und Bürger haben sich am Montagabend in Kierspe-Dorf zu einer Demonstration gegen die Sperrung und für ein Durchfahrtverbot in der Stadt getroffen.

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Demonstration in Kierspe

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Die Demonstration wurde von der SPD und der Freien Wähler Gemeinschaft FWG organisiert. Nach einer kurzen Ansprache von Monika Baukloh, der Vorsitzenden der heimischen SPD, ging es zu Fuß auf der B237 Richtung Wildenkuhlen. Begleitet von der Polizei ging es ca. 2 Kilometer bis zur Fußgängerampel an Abzweigung Fritz-Linde-Straße, wo die Demonstranten auf die freie Fläche zwischen den Firmen MPK und Walter Potthoff gingen. Peter Christian Schröder, der Vorsitzende der FWG, hielt dort eine Rede. Er forderte ein Durchfahrtverbot für Kierspe, um die Stadt vor dem Verkehrschaos zu bewahren.

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Kritik am Lüdenscheider Durchfahrtsverbot

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Schröder kritisierte auch das Durchfahrtsverbot in Lüdenscheid. Dieses habe dazu geführt, dass der Verkehr in die umliegenden Kommunen verlagert wurde. Kierspe sei besonders betroffen, da die Stadt eine wichtige Umleitungsstrecke sei. Auch der Bürgermeister von Kierspe, Olaf Stelse, unterstützte die Forderungen der Demonstranten. Er forderte den Landrat des Märkischen Kreises auf, sich für ein Durchfahrtverbot für Kierspe einzusetzen.

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Das Problem mit der Sperrung der A45 bei Lüdenscheid

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Die A45 ist eine der wichtigsten Autobahnen in Deutschland. Sie verbindet die Ruhrgebietsstädte Dortmund und Kassel. Die Sperrung der A45 bei Lüdenscheid ist seit Dezember 2021 in Kraft. Die Brücke Rahmedetalbrücke wurde aufgrund von Sicherheitsmängeln gesprengt. Der Neubau der Brücke soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Die Sperrung der A45 hat zu erheblichen Verkehrsproblemen in der Region geführt. Auf den Umleitungsstrecken kommt es zu Staus und Verkehrsbehinderungen. Die Sperrung hat auch wirtschaftliche Auswirkungen. Unternehmen in der Region leiden unter dem Verkehr. Die Bundesregierung hat angekündigt, die Sperrung der A45 mit einem Maßnahmenpaket zu bewältigen. Dazu gehören unter anderem ein Ausbau der Umleitungsstrecken und eine finanzielle Unterstützung für Unternehmen in der Region. Auch in Lüdenscheid wurde schon öfter gegen das Verkehrschaos in der Stadt demonstriert.

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Aufräumarbeiten an der gesprengten Rahmedetalbrücke auf der A45 in Lüdenscheid
© Autobahn GmbH
Als die Aufräumarbeiten nach der Sprengung der Rahmedetalbrücke abgeschlossen waren, ist das LKW-Durchfahrtsverbot in Lüdenscheid in Kraft getreten.
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LKW-Durchfahrtsverbot in Lüdenscheid

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Seit dem 11. Juni dürfen nur noch Laster durch die Stadt fahren, deren Ziel nicht weiter als 75 Kilometer vom Belade-Ort entfernt liegt. LKW-Fahrer, die sich nicht an das Verbot halten, droht eine Strafe von 100 Euro. Vor dem Verbot sind täglich rund 6.000 LKW aufgrund der gesperrten A45 durch Lüdenscheid gefahren. Die Maßnahme soll besonders die Anwohner entlasten. In diesem Artikel könnt ihr die Details zum LKW Durchfahrtsverbot in Lüdenscheid nochmal nachlesen.

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