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Märkischer Kreis: Jeder Fünfte armutsgefährdet
© Kossinis / Radio MK
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Märkischer Kreis: Jeder Fünfte armutsgefährdet

Im Märkischen Kreis gilt weiterhin mehr als jeder Fünfte als armutsgefährdet. Damit liegt die Region laut IT.NRW deutlich über dem NRW-Durchschnitt von 17,8 Prozent.

Veröffentlicht: Montag, 11.05.2026 07:39

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Armutsgefährdung im Märkischen Kreis auf hohem Niveau

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Die Armutsgefährdung im Märkischen Kreis bleibt auf hohem Niveau. Nach neuen Zahlen des Statistischen Landesamtes IT.NRW galt im vergangenen Jahr mehr als jeder Fünfte im Märkischen Kreis als armutsgefährdet (20,2 Prozent). Dieser Wert ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben. Der Märkische Kreis liegt damit deutlich über dem NRW-Durchschnitt von 17,8 Prozent. Noch höher war die Armutsgefährdung nur in den Raumordnungsregionen Dortmund (20,9 Prozent), Duisburg/Essen (20,8 Prozent) und Emscher-Lippe (20,5 Prozent).

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3,2 Millionen Menschen in NRW von Armut bedroht

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Landesweit waren im Jahr 2025 rund 3,2 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen von relativer Einkommensarmut betroffen. Die Armutsgefährdungsquote lag bei 17,8 Prozent, im Vorjahr waren es noch 18,1 Prozent. Als armutsgefährdet gelten Menschen, die weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung haben. Für einen Einpersonenhaushalt in NRW bedeutete das im Jahr 2025 ein Nettoeinkommen von weniger als 1.317 Euro pro Monat. Die niedrigste Armutsgefährdungsquote gab es mit 13,3 Prozent in der Region Siegen.

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Kinder und junge Erwachsene im MK besonders betroffen

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Besonders häufig betroffen von Armutsgefährdung sind laut IT.NRW Kinder, junge Erwachsene und Erwerbslose. Knapp jede vierte minderjährige Person in NRW lebte 2025 in einem einkommensarmen Haushalt. Bei den 18- bis 24-Jährigen lag die Quote sogar bei 25,3 Prozent. Beide Gruppen zusammen machten mit rund einer Million Menschen ein Drittel aller Armutsgefährdeten aus. Auch der Bildungsabschluss spielt eine Rolle: Bei Haushalten mit maximal einem Sekundar-I-Abschluss lag das Armutsrisiko bei 42,2 Prozent. Bei einem hohen Bildungsabschluss waren es dagegen nur 8,1 Prozent.

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Erwerbslose im Märkischen Kreis besonders gefährdet

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Fast die Hälfte aller Erwerbslosen in NRW (48,4 Prozent) war 2025 von relativer Einkommensarmut betroffen. Das entspricht rund 190.000 Personen. Bei Erwerbstätigen lag die Quote mit 8,6 Prozent deutlich niedriger. In absoluten Zahlen waren jedoch rund 772.000 Erwerbstätige armutsgefährdet und damit fast fünfmal so viele wie unter den Erwerbslosen. Menschen im Alter von 50 bis 64 Jahren waren mit 13,5 Prozent am seltensten betroffen. Im Märkischen Kreis waren im März 2026 gut 19.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Die schwache Konjunktur und hohe Energiekosten bremsen den Arbeitsmarkt weiterhin aus.

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