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Linke und Grüne kritisieren ÖPNV-Kürzungen im MK
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Linke und Grüne kritisieren ÖPNV-Kürzungen im MK

Zwei Kreistagsfraktionen kritisieren die Einstellung der Schnellbuslinie S3 und die Kürzungen im Busverkehr des Märkischen Kreises. Die Linke und die Grünen fordern Transparenz bei den Entscheidungsgrundlagen und warnen vor weiteren Einschnitten im Nahverkehr.

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Linke und Grüne stellen ÖPNV-Kürzungen im Märkischen Kreis infrage

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Im Kreishaus in Lüdenscheid regt sich Kritik gegen die aktuellen Kürzungen im Busverkehr des Märkischen Kreises. Zwei Kreistagsfraktionen - Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen - stellen die Entscheidungen rund um den jüngsten Fahrplanwechsel infrage. Hintergrund ist ein Beschluss von CDU, SPD und UWG aus dem Juli 2026, der Einsparungen von bis zu 25 Prozent im öffentlichen Nahverkehr vorsieht. Zum Fahrplanwechsel am 2. September waren nach Angaben der MVG mehr als 50 Buslinien von Änderungen betroffen - durch geänderte Abfahrtszeiten, den Wegfall einzelner Fahrten oder vollständige Streichungen.

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Zweifel an der Datengrundlage für die S3-Einstellung

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Ein besonders strittiger Fall ist die Schnellbuslinie S3 zwischen Menden, Hemer und Iserlohn, die zum Fahrplanwechsel vollständig eingestellt wurde und an der beide Fraktionen exemplarisch ihre Kritik festmachen. Die Grünen haben eine formelle Anfrage an Landrat Ralf Schwarzkopf gestellt. Sie wollen wissen, auf welcher Datengrundlage die Entscheidung zur Einstellung der S3 getroffen wurde. Ein zentraler Kritikpunkt: Die S3 war wegen einer Baustelle auf der B7 in Hemer über einen längeren Zeitraum nur auf einem verkürzten Linienweg zwischen Hemer ZOB und Menden-Battenfeld unterwegs. Die Fraktion bezweifelt daher, dass Fahrgastzählungen aus diesem Zeitraum die tatsächliche Nachfrage unter normalen Bedingungen abbilden können.

Wenn eine Buslinie über längere Zeit aufgrund einer Baustelle nur eingeschränkt verkehren kann, müssen wir sehr genau hinschauen, welche Fahrgastzahlen anschließend als Grundlage für eine dauerhafte Einstellung herangezogen werden." - Marjan Eggers, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag MK

Die Grünen fragen zudem nach möglichen Auswirkungen auf Fördermittel des Landes NRW. Nach Angaben der Fraktion war die Verbindung Menden-Hemer-Iserlohn Bestandteil des vom Land geförderten Ausbaus des Schnellbusnetzes. Die Fraktion will wissen, ob die vorzeitige Einstellung Konsequenzen für bereits gewährte Fördergelder hat. Fraktionsvorsitzender Paolino Barone betont die Bedeutung der Strecke:

Gerade zwischen Menden, Hemer und Iserlohn bestehen starke Pendlerverflechtungen. Eine möglichst direkte ÖPNV-Verbindung zwischen den drei Städten hat deshalb eine hohe Bedeutung. Bevor eine solche Verbindung dauerhaft aufgegeben wird, müssen die Entscheidungsgrundlagen transparent auf den Tisch." - Paolino Barone, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag MK
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Die Linke warnt vor weiteren Einschnitten im Nahverkehr

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Auch die Fraktion Die Linke kritisiert die aktuellen Entwicklungen im Busverkehr des Märkischen Kreises. Fraktionsvorsitzender Manuel Huff sieht in den jüngsten Änderungen erst den Anfang eines möglichen größeren Einschnitts. Die Linke fordert, die Ergebnisse der laufenden Fahrgasterhebung transparent zu bewerten - und nicht von vornherein ein pauschales Einsparziel von 25 Prozent zugrunde zu legen.

Was wir jetzt erleben, könnte erst der Vorbote eines deutlich größeren Kahlschlags sein. Wir dürfen den öffentlichen Nahverkehr nicht kaputtsparen. Gerade im ländlich geprägten Märkischen Kreis sind viele Menschen auf ein verlässliches Busangebot angewiesen." - Manuel Huff, Fraktionsvorsitzender Die Linke im Kreistag MK

Huff betont, dass die Fraktion die laufende Fahrgasterhebung ausdrücklich nicht ablehnt. Es sei sinnvoll, genau zu prüfen, wo Angebot und Nachfrage übereinstimmen. Problematisch sei jedoch, von vornherein ein Viertel der Verkehrsleistungen infrage zu stellen.

Es ist sinnvoll, genau hinzuschauen, wo das Angebot zur Nachfrage passt. Aber etwas anderes ist es, von vornherein ein Viertel der Verkehrsleistungen infrage zu stellen." - Manuel Huff, Fraktionsvorsitzender Die Linke im Kreistag MK
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Hintergrund: ÖPNV-Neuausrichtung im Märkischen Kreis bereits in Kraft

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Die Fahrplanänderungen zum 2. September sind die erste konkrete Folge eines Beschlusses, den CDU, SPD und UWG im Juli 2026 im Kreistag gefasst haben. Demnach sollen bis zu 25 Prozent der Nahverkehrsleistungen im Märkischen Kreis eingespart werden. Nach Angaben der MVG waren zum Fahrplanwechsel mehr als 50 Buslinien von Änderungen betroffen - am häufigsten durch den Wegfall einzelner Fahrten.

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