Krankenfahrdienste im Märkischen Kreis streiken

Für eine "gerechte und einheitliche Vergütung“, dafür will der Verband der Kranken- und Behindertenfahrdienste NRW mit Sitz in Lüdenscheid am Montag (17.06) streiken.

Drei Rettungswagen stehen nebeneinander.
© Symbolbild, pixabay @Henning_W

Lüdenscheid: Kranken- und Behindertenfahrdienste streiken ab heute

Der Frust sitzt tief bei den Krankenfahrdiensten in Nordrhein-Westfalen. Deshalb wollen sie ab heute (17.06.) streiken. Das hat der Verband der Kranken- und Behindertenfahrdienste NRW mit Sitz in Lüdenscheid angekündigt.

Krankenfahrten im Märkischen Kreis fallen aus: Fahrer streiken

Begründet wird der Streik mit monatelangen erfolglosen Verhandlungen mit den Krankenkassen für eine "gerechte und einheitliche Vergütung“. Trotz steigender Betriebskosten, höherer Spritpreise und des Mindestlohns werde eine angemessene Bezahlung verweigert. Der Verband der Kranken- und Behindertenfahrdienste NRW umfasst 45 Mitgliedsbetriebe.

Krankenkassen warnen vor Folgen des Streiks im Märkischen Kreis

Nach Angaben des Verbands können die Konsequenzen des Streiks dramatisch sein: "Ohne die Kranken- und Behinderten-Fahrdienste ist die Versorgung vieler Patienten gefährdet", heißt es. Lange Wartezeiten, ausgefallene Arzttermine und verschobene Therapiesitzungen sind nur einige der Folgen, die auf die Bevölkerung zukommen könnten. Heftige Kritik kommt von den Krankenkassen: Demnach gefährdet der Streik die Versorgung der Patienten und ist unverantwortlich. Der Verband ruft auch umliegende Fahrdienste, die nicht im Verband sind, dazu auf, sich solidarisch zu zeigen und in ihrem Gebiet keine Fahrten anzunehmen. „Denn wir kämpfen auch für euch!“, so der Verband. (DoP)

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