
Iserlohner Haushalt steht endlich
Der Stadtrat in Iserlohn hat den Haushalt für das laufende Jahr in einer Sondersitzung am Nachmittag (25.03.) einstimmig mit Enthaltung der AfD verabschiedet. Nach dem Scheitern des ersten Entwurfs im Februar einigten sich die Fraktionen nun auf einen gemeinsamen Sparkurs für die Stadt.
Veröffentlicht: Donnerstag, 26.03.2026 06:38
Einigung auf Iserlohner Etat nach Fehlversuch
Der Iserlohner Stadtrat hat in einer Sondersitzung den Weg für die städtischen Finanzen freigemacht. Nachdem der erste Haushaltsentwurf Mitte Februar noch knapp gescheitert war, herrschte nun Einigkeit bei den meisten Fraktionen im Rat. Lediglich die AfD-Fraktion enthielt sich bei der Abstimmung über das Zahlenwerk für das laufende Jahr. Um den Haushalt doch noch zu retten, hatten sich zuvor fünf verschiedene Fraktionen zusammengeschlossen. Gemeinsam erarbeiteten sie einen eigenen Antrag zur Haushaltsrettung, der nun die notwendige Mehrheit im Stadtrat fand.
Sparkurs und personelle Konsequenzen
Der neue Haushaltsplan bringt für die Verwaltung und die Bürger in Iserlohn spürbare Veränderungen mit sich. Um das finanzielle Defizit der Stadt zu begrenzen, sieht der verabschiedete Entwurf unter anderem deutliche Einsparungen beim Personal im Rathaus vor. Auch anderswo muss der Rotstift angesetzt werden. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Handlungsfähigkeit der Stadt Iserlohn trotz der schwierigen Kassenlage langfristig zu sichern. Die genauen Auswirkungen auf einzelne Projekte und Ämter werden in den kommenden Monaten deutlich werden.
Politischer Streit hinter den Kulissen
Trotz der fast einstimmigen Verabschiedung war die Stimmung laut Medienberichten zwischen der Politik und der Verwaltung während der Sitzung angespannt. Laut Berichten kam es zu deutlichen Auseinandersetzungen zwischen den beteiligten Parteien und der Rathausspitze. Die Fraktionen warfen Bürgermeister Michael Joithe vor, sich nicht ausreichend für eine Lösung im Haushaltsstreit eingesetzt zu haben. Joithe wiederum wies die Kritik zurück und beklagte, dass er von den Fraktionen gezielt aus den entscheidenden Lösungsgesprächen herausgehalten worden sei. Dieser Konflikt überschattete die Einigung über das wichtige Finanzpaket für die Stadt.