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Iserlohn: Warnung zu Förderanträgen schon im Januar
© Radio MK/ Manfred Uhl
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Iserlohn: Warnung zu Förderanträgen schon im Januar

Die Diskussion um die fehlerhaften Förderanträge für die Iserlohner Eissporthalle und zwei Lehrschwimmbecken spitzt sich weiter zu. Nach Radio MK-Recherchen war die Stadt Iserlohn schon im Januar auf zu hoch angesetzte Summen im Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ hingewiesen worden.

Veröffentlicht: Mittwoch, 20.05.2026 06:32

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Frühzeitige Warnung aus Iserlohn

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In Iserlohn geht es weiter um die gescheiterte Förderanfrage für die energetische Sanierung der Eissporthalle am Seilersee und den Ersatzneubau von zwei Lehrschwimmbecken. Nach Radio MK-Recherchen ist die Stadtverwaltung bereits im Januar auf mögliche Fehler in den Förderanträgen aufmerksam gemacht worden. Demnach soll die Bädergesellschaft darauf hingewiesen haben, dass beim Bundesförderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ zu hohe Summen beantragt werden sollten. Die Bädergesellschaft gehört zu den Stadtwerken Iserlohn. Sie hatte die notwendigen Daten für den Förderantrag zusammengestellt und an die Stadt weitergegeben.

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Rolle von Stadt und Bädergesellschaft

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Nach den vorliegenden Informationen lag die eigentliche Antragstellung bei der Stadt Iserlohn. Mit den Fördergeldern sollten die energetische Sanierung der Eissporthalle am Seilersee sowie der Ersatzneubau zweier Lehrschwimmbecken unterstützt werden. Die Stadtverwaltung hat am Dienstag in einer Pressemitteilung versucht, die möglichen Fehler bei der Beantragung einzuordnen. Dabei verweist sie unter anderem darauf, dass die digitale Förderplattform bei der Einstellung des Antrags keine Fehler gemeldet habe. Fördermittelexperten erklärten gegenüber Radio MK allerdings, dass eine solche automatische Fehlermeldung bei der Plattform des Bundes auch nicht vorgesehen sei.

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Politische Reaktionen im Iserlohner Rat

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Inzwischen hat die politische Diskussion in Iserlohn begonnen. Mehrere im Rat vertretene Parteien haben sich mit Fragen an die Stadtverwaltung und an Bürgermeister Michael Joithe gewandt. Grünen-Fraktionschefin Sylvia Olbrich zeigt sich vor allem über mögliche handwerkliche Fehler in den Anträgen enttäuscht. Sie fordert eine gründliche Aufklärung und Konsequenzen, damit sich ein solcher Vorgang nicht wiederholt. Auch die AfD verlangt Erläuterungen und kritisiert vor allem die Kommunikation des Bürgermeisters im Zusammenhang mit einem Ministeriumsschreiben, das nach ihrer Darstellung über mehrere Tage nicht weitergeleitet worden sei.

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Unterstützung und Kritik aus der Kommunalpolitik

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Die Wählergemeinschaft „Die Iserlohner“, die Bürgermeister Michael Joithe unterstützt, folgt dagegen der Kommunikation der Stadt. Sie betont die knappe Vorbereitungszeit und richtet den Blick auch auf Kämmerei und Bädergesellschaft. Unabhängig von der Bewertung der Abläufe fordern die Parteien nun weitere Erklärungen in den kommenden Rats- oder Ausschusssitzungen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, warum eine frühzeitige Warnung offenbar nicht zu einer Korrektur der Anträge geführt hat. Genau diese Frage dürfte die Diskussion in Iserlohn in den nächsten Tagen weiter prägen.

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Folgen für Eissporthalle und Lehrschwimmbecken

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Trotz des Rückschlags wollen Stadt und Bädergesellschaft nach eigenen Angaben an der Weiterentwicklung von Eissporthalle und Bädern festhalten. Bürgermeister Michael Joithe versucht auch, die Sorgen vieler Eishockeyfans zu dämpfen. Nach seinen Angaben müsse unabhängig von der gescheiterten Förderung niemand befürchten, in wenigen Jahren nicht mehr zum Eishockey gehen zu können. Offen bleibt aber, wie die geplanten Projekte ohne die beantragten Fördermittel weiter vorangebracht werden sollen. Auch dazu erwarten Politik und Öffentlichkeit nun weitere Informationen aus dem Rathaus.

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