
Millionen-Schock: Iserlohn patzt bei Anträgen für Eishalle
Die Stadt Iserlohn hat offenbar durch formale Fehler beim Förderantrag für die sogenannte „Sportmilliarde“ wichtige Bundesmittel für die Eissporthalle und Lehr-Schwimmbecken verpasst. Damit steht die geplante energetische Sanierung am Seilersee vor einer ungewissen finanziellen Zukunft.
Veröffentlicht: Montag, 18.05.2026 06:22
Mögliche Fehler in der Iserlohner Verwaltung
Die Verwaltung der Stadt Iserlohn steht aktuell in der Kritik, da sie möglicherweise fehlerhafte Förderanträge beim Bund eingereicht hat. Nach Informationen von Radio MK wurden die Unterlagen für das Programm der „Sportmilliarde“ offenbar nicht korrekt ausgefüllt. Eine Sprecherin des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauen bestätigte, dass im Prüfverfahren deutliche Abweichungen von den Förderbedingungen festgestellt wurden. Dies führte dazu, dass die Projekte erst gar nicht im weiteren Verfahren berücksichtigt werden konnten. Damit sind die Anträge bereits in einer sehr frühen Phase gescheitert, noch bevor eine inhaltliche Prüfung der Förderfähigkeit überhaupt stattfinden konnte. Die Stadtverwaltung wollte sich zu konkreten Fehlern bislang nicht detailliert äußern.
Bedeutung für die Eissporthalle am Seilersee
Die Auswirkungen dieser verpassten Chance könnten für den Sport in der gesamten Region weitreichend sein. Geplant war vor allem die energetische Sanierung der Eissporthalle am Seilersee, die bereits im Jahr 1971 eröffnet wurde. Diese Modernisierung gilt als Grundvoraussetzung, um die Halle langfristig für den Nachwuchs, Hobbymannschaften und die DEL-Profis der Iserlohn Roosters zu erhalten. Ohne die Millionen aus Berlin muss die Stadt nun nach anderen Wegen suchen, um die hohen Kosten für die notwendige Sanierung zu decken. Auch zwei Lehrschwimmbecken in der Stadt sollten mit dem Geld modernisiert werden, was nun ebenfalls vorerst gestoppt ist. Die Politik in Iserlohn wurde von diesen Entwicklungen offenbar überrascht und erst sehr spät über die Situation informiert.
Ungewisse Zukunft für die Iserlohner Sportstätten
Von Seiten der Stadt Iserlohn gibt es bisher keine klare Bestätigung für eigene Versäumnisse bei der Antragstellung. Die Pressestelle teilte lediglich mit, dass die vorgeschlagenen Vorhaben vom Fördergeber bei der Prüfung der Projektskizzen nicht als passende Maßnahmen eingestuft wurden. Warum genau die Unterlagen abgelehnt wurden, bleibt nach den offiziellen Statements der Stadtverwaltung weiterhin unklar. Stattdessen verwies die Stadt auf die allgemeine Möglichkeit, in der Zukunft neue Förderanträge für die anstehenden Bauprojekte zu stellen. Die Iserlohn Roosters und die lokalen Stadtpolitiker zeigten sich von den Berichten über die gescheiterten Anträge kalt erwischt. In den kommenden Wochen wird das Thema voraussichtlich die politischen Gremien der Stadt intensiv beschäftigen.