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Iserlohn erhöht Hundesteuern wegen Millionen-Defizit
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Iserlohn erhöht Hundesteuern wegen Millionen-Defizit

Die Stadt Iserlohn reagiert auf ein hohes Haushaltsdefizit mit neuen Maßnahmen. Hundesteuer und Vergnügungssteuer werden deutlich angehoben.


Veröffentlicht: Mittwoch, 06.05.2026 16:49

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Stadtrat in Iserlohn beschließt neue Sparmaßnahmen

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In Iserlohn hat der Stadtrat weitere Schritte zur Haushaltssicherung beschlossen. Hintergrund ist ein erwartetes Defizit von mehr als 44 Millionen Euro im laufenden Jahr. Um die finanzielle Lage der Stadt zu stabilisieren, setzt die Politik nun auf zusätzliche Einnahmen durch Steueranpassungen. Die Anhebung der Hundesteuer wurde gegen die Stimmen einzelner Fraktionen angenommen, auch die Änderungen bei der Vergnügungssteuer fanden eine Mehrheit im Rat.


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Hundesteuer in Iserlohn steigt

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Eine der konkreten Maßnahmen betrifft die Hundesteuer. Für Hundehalterinnen und Hundehalter in Iserlohn steigt der jährliche Beitrag künftig um 20 Euro. Besitzer eines Vierbeiners müssen statt 90 Euro im Jahr nun 110 Euro aufwenden. Für jeden weiteren Hund im selben Haushalt werden zusätzlich 2 Euro mehr fällig. Im Vergleich mit den Städten in der Umgebung der Stadt Iserlohn und mit Städten mit ähnlichen Einwohnerzahlen, liegt die Stadt Iserlohn mit den neuen erhöhten Beträgen im Mittelfeld. In Hemer zahlen Hundehalter weiterhin nur 90 Euro, während in Hagen schon 180 Euro fällig werden.


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Auch Vergnügungssteuer wird schrittweise erhöht

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Auch die Vergnügungssteuer wird angehoben. Diese betrifft unter anderem das Aufstellen von Spielautomaten. Zunächst steigt der Steuersatz um zwei Prozentpunkte auf sieben Prozent des Spielumsatzes. In den kommenden drei Jahren ist zudem eine weitere schrittweise Erhöhung geplant: Jährlich soll die Steuer um jeweils 0,5 Prozentpunkte steigen. Damit verfolgt die Stadt eine langfristige Strategie zur Stabilisierung ihrer Einnahmen. Hier liegt die Stadt nach eigenen Angaben bisher im Mittelfeld. In Halver werden beispielsweise lediglich 3,5 Prozent an Vergnügungssteuer fällig, während außerhalb des Kreises in Lünen oder Schwerte ebenfalls 7 Prozent Abgaben fällig sind. Mit der beschlossenen Erhöhung des Steuersatzes auf 7 % auch in Iserlohn, setzt sich die Stadt an die Spitze der genannten Vergleichskommunen. Aktuell sind nach Auskunft des Ordnungsamtes 15 Spielhallen in Iserlohn ansässig, hinzu kommen Gaststätten, in denen Geldspielautomaten aufgestellt sind. Das Steueraufkommen lag in 2024 bei ca. 900.000€ und in 2025 bei ca. 650.000€. Gleichzeitig werden die Beträge für das Halten von Apparaten ohne Gewinnmöglichkeiten um ca. 10 % erhöht. Gleichzeitig betont die Stadt, dass diese Schritte notwendig seien, um das hohe Haushaltsdefizit zu begrenzen. Ohne zusätzliche Einnahmen drohten langfristig größere Einschnitte bei städtischen Leistungen und Investitionen.


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