
Gewalt gegen Lokführer und Schaffner auch im Märkischen Kreis
Gewalt gegen Zugpersonal bleibt auch im Märkischen Kreis ein besorgniserregendes Thema. Gestern Vormittag sollen zwei Männer im Alter von 26 und 38 Jahren in der Volmetalbahn in Lüdenscheid einen Lokführer geschlagen und einen Schaffner bespuckt haben. Die Tatverdächtigen fuhren mit der Bahn, als sie kontrolliert wurden. Der 38-Jährige konnte keinen Fahrschein vorweisen und verhielt sich aggressiv. Sein 26-jähriger Begleiter spuckte dem Schaffner ins Gesicht. Am Brügger Bahnhof rief der Schaffner den Lokführer zu Hilfe, woraufhin es zu einer Rangelei und Faustschlägen kam. Die Polizei erteilte beiden Fahrgästen Platzverweise und brachte den Vorfall zur Anzeige. Die Volmetalbahn (RB52) war erst nach längerer Pause wieder in Betrieb genommen worden und dient als wichtige Verbindung für Pendler in der Region.
Tödlicher Angriff in Rheinland-Pfalz schockiert
Der Vorfall in Lüdenscheid steht in einem traurigen bundesweiten Kontext: In Rheinland-Pfalz ist am Montag ein Zugbegleiter von einem Schwarzfahrer tödlich verletzt worden. Der 54-jährige Bahnmitarbeiter erlag schließlich seinen schweren Hirnblutungen. Bei dem mutmaßlichen Täter handele es sich um einen 26 Jahre alten Griechen ohne Wohnsitz in Deutschland - gegen ihn sei Haftbefehl ergangen. Die Tat löste bundesweit Entsetzen aus. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) zeigte sich fassungslos. Die Deutsche Bahn und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) riefen zu einer Schweigeminute auf. Die EVG fordert zudem mehr Sicherheit für Zugbegleiter im Nahverkehr und auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) beklagte Personalmangel bei der Bundespolizei im Bahnverkehr.