
"Genuss Pur" in Iserlohn: Debatte um Abschlussfeuerwerk
Die Iserlohner Ratsfraktion Die Linke fordert, das geplante Abschlussfeuerwerk bei „Genuss Pur“ am Sonntag (16.08.) zu überprüfen. Grund ist die anhaltende Trockenheit, die nach Einschätzung der Fraktion das Risiko für Wald- und Vegetationsbrände erhöht.
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Feuerwerk bei Genuss Pur in Iserlohn in der Kritik
In Iserlohn fordert die Ratsfraktion Die Linke, das geplante Abschlussfeuerwerk der Veranstaltung „Genuss Pur“ auf den Prüfstand zu stellen. Hintergrund ist die anhaltend trockene Wetterlage. In einem offenen Brief an die Veranstalter sowie an Bürgermeister Michael Joithe warnt die Fraktion vor einer erhöhten Wald- und Vegetationsbrandgefahr. Nach Darstellung der Linken müsse deshalb sorgfältig geprüft werden, ob das Feuerwerk am Sonntagabend verantwortungsvoll durchgeführt werden kann. Die Fraktion verweist dabei auch auf Brände, die es zuletzt in Hemer und Letmathe gegeben hat.
Trockenheit erhöht nach Ansicht der Fraktion das Risiko
Nach Angaben der Linken kann unter den aktuellen Bedingungen schon ein einzelner Funke ausreichen, um einen Brand auszulösen. Die Fraktion appelliert deshalb an die Verantwortlichen, die Durchführung des traditionellen Programmpunkts noch einmal kritisch zu hinterfragen. Sollte vor Ort keine sichere Durchführung gewährleistet sein, müsse aus Sicht der Linken auf das Feuerwerk verzichtet werden. Im Schreiben wird betont, dass der Schutz von Menschen, Tieren, Natur und Sachwerten Vorrang haben müsse. Die Forderung richte sich ausdrücklich nicht gegen Veranstaltungen oder Traditionen im Allgemeinen, sondern gegen mögliche Risiken unter außergewöhnlich trockenen Bedingungen.
Wie ernst die Lage ist, zeigt ein aktuelles Beispiel aus der Region: Bei Sundern-Stemel am Sorpesee kämpfte die Feuerwehr zuletzt gegen einen großen Waldbrand auf rund 80.000 Quadratmetern Waldfläche.
Mehr Brandschutz gefordert, falls Feuerwerk bleibt
Falls das Abschlussfeuerwerk trotz der aktuellen Lage stattfindet, verlangt Die Linke zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen. Genannt werden eine besonders sorgfältige Bewertung der örtlichen Gegebenheiten, ausreichende Brandschutz- und Löschmöglichkeiten sowie eine enge Abstimmung zwischen Veranstalter, Feuerwehr und den zuständigen Stellen der Stadt. Aus Sicht der Fraktion müssten Sicherheitskonzepte an die tatsächlichen Wetter- und Gefahrenlagen angepasst werden. Was bei normaler Wetterlage vertretbar sei, müsse nicht automatisch auch bei großer Trockenheit verantwortbar sein. Die Linke fordert deshalb, Feuerwerke bei erhöhter Wald- und Vegetationsbrandgefahr grundsätzlich neu zu bewerten.
„Im Zweifel sollte Sicherheit vor Tradition stehen.“ - Fraktion Die Linke im Rat der Stadt Iserlohn