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Einkommensstatistik: Hier verdient man im MK am meisten
© Symbolbild / Radio MK
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Einkommensstatistik: Hier verdient man im MK am meisten

Die Einkommensunterschiede im Märkischen Kreis sind groß: Während Menschen in Nachrodt-Wiblingwerde 37.000 Euro pro Kopf zur Verfügung haben, sind es in Werdohl nur 24.000 Euro.

Veröffentlicht: Donnerstag, 29.01.2026 07:04

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Nachrodt-Wiblingwerde führt Einkommensstatistik im Märkischen Kreis an

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Im Märkischen Kreis haben die Menschen in Nachrodt-Wiblingwerde, Herscheid und Schalksmühle das höchste verfügbare Pro-Kopf-Einkommen. Das geht aus der aktuellen Auswertung des Statistischen Landesamtes NRW für das Jahr 2023 hervor. So lag das verfügbare Einkommen je Einwohner in Nachrodt-Wiblingwerde bei knapp 37.000 Euro (36.986 Euro) - das waren fast 10.000 Euro mehr als im NRW-Durchschnitt von 27.754 Euro. Auf Platz zwei folgt Herscheid mit 36.076 Euro, knapp vor Schalksmühle mit 35.061 Euro.

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Werdohl, Kierspe und Lüdenscheid mit niedrigsten Einkommen

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Kreisweit am Ende der Skala und unter dem NRW-Durchschnitt lagen dagegen die Kommunen Werdohl, Kierspe und Lüdenscheid. So musste ein Werdohler mit knapp 24.000 Euro (23.965 Euro) im Jahr 2023 auskommen - das sind über 13.000 Euro weniger als in Nachrodt-Wiblingwerde. Kierspe liegt mit 25.576 Euro ebenfalls deutlich unter dem Landesdurchschnitt, ebenso wie Lüdenscheid mit 27.422 Euro.

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Große Spannbreite bei Pro-Kopf-Einkommen im Märkischen Kreis

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Die Einkommensunterschiede im Märkischen Kreis sind beträchtlich: Zwischen dem Spitzenreiter Nachrodt-Wiblingwerde und dem Schlusslicht Werdohl liegen über 13.000 Euro Unterschied pro Kopf und Jahr. Im Mittelfeld bewegen sich Kommunen wie Meinerzhagen (34.188 Euro), Neuenrade (33.715 Euro) und Menden (31.577 Euro), die alle über dem NRW-Durchschnitt liegen. Knapp unter oder um den Landesdurchschnitt rangieren Plettenberg (28.830 Euro), Iserlohn (28.797 Euro), Hemer (29.131 Euro) und Altena (28.354 Euro). 

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Landesweit positive Entwicklung mit 5,7 Prozent Wachstum

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In fast allen 396 NRW-Kommunen ist das verfügbare Pro-Kopf-Einkommen gestiegen - landesweit um durchschnittlich 5,7 Prozent. Das verfügbare Einkommen umfasst dabei das Einkommen, das den Haushalten nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben sowie unter Einbeziehung empfangener Transferleistungen tatsächlich für Konsum und Sparen zur Verfügung steht. Die Statistik gibt damit einen guten Überblick über die reale wirtschaftliche Situation der Menschen in den verschiedenen Kommunen des Märkischen Kreises. Die deutlichen Unterschiede im verfügbaren Pro-Kopf-Einkommen lassen sich teilweise durch die unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen der Kommunen erklären. Kleinere Gemeinden wie Nachrodt-Wiblingwerde oder Herscheid profitieren oft von einer günstigen Mischung aus Wohnstandort für Besserverdiener und geringeren Sozialkosten. Industriestädte wie Lüdenscheid oder Werdohl haben dagegen mit strukturellen Herausforderungen zu kämpfen, die sich in den Einkommenszahlen niederschlagen.

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