Autobahn-Baustellen: Viel Geduld in NRW weiter gefordert

NRW ist Staubundesland Nummer eins. Ein Grund dafür sind unzählige Baustellen auf den Autobahnen. Und es wird nicht besser: In den kommenden zwei Jahren wird es rund 130 Großbaustellen geben.

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Wer auf weniger Baustellen auf NRW-Autobahnen gehofft hat, der wird enttäuscht. Auch in Zukunft wird es vielerorts groß angelegte Arbeiten geben, die den Autoverkehr teils massig beeinträchtigen werden. Das hat der Landesbetrieb Straßen.NRW verkündet.


Gro´ßprojekte auf A43 und A45

Eins der größten Projekte, das in NRW auf einer Autobahn läuft, ist der sechsspurige Ausbau auf der A43 zwischen Marl und Witten. Denn erst 2030 wird der Bau wohl fertig sein! Beide Städte trennen übrigens rund 35 Kilometer. Die Planer hoffen, dass während dieser Zeit "möglichst keine verkehrseinschränkenden Maßnahmen" auf alternativen Autobahnen erhoben werden. Dieser Ausbau von vier auf sechs Spuren kostet übrigens satte 470 Millionen Euro


Währenddessen gibt es auf der A45 auch an mehreren Baustellen einiges zu tun. Denn auf dieser Autobahn sollen zwischen Hagen und Siegen sieben Brücken erneuert werden. Dadurch könnte der Verkehr an diesen Stellen eingeschränkt werden, Spursperrungen sind zu befürchten. Bis Sommer 2025 sollen diese Maßnahmen komplett beendet sein, zwölf Jahre nach dem Start im Jahr 2013 bei der Lennetalbrücke in der Nähe von Hagen.

Tagesbaustellen meist in der Nacht

Neben den geplanten Baustellen gibt es auch öfters Arbeiten, die kurzfristig erledigt werden müssen und meist nur einen oder zwei Tage in Anspruch nehmen. Straßen.NRW möchte versichern, dass diese Tagesbaustellen den Pendlerverkehr nicht belasten. Deshalb würden schon "über 50 Prozent" dieser Arbeiten in der Nacht erledigt werden.


Der Pendlerverkehr soll so gut es geht nicht weiter belastet werden. Das hofft Straßen.NRW zu erreichen.©
Der Pendlerverkehr soll so gut es geht nicht weiter belastet werden. Das hofft Straßen.NRW zu erreichen.
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Den Pendlerverkehr möchte Straßen.NRW auch mit den großen Baustellen so gut es geht nicht belasten. Rund ein Drittel der Arbeiten für Baustellen, die über mehrere Monate oder Jahre gehen, würden deshalb an Wochenenden abgewickelt.

Ziel: schneller fertig werden

Mit einem "8-Punkte-Plan" möchte Straßen.NRW in Zukunft verschiedene Baustellen schneller als zuvor abschließen. Dabei wird ein Mischlos-Verfahren eingesetzt, bei dem verschiedene Arbeiten in einem Auftrag gebündelt werden. So könnte einiges an Zeit eingespart werden. Außerdem soll an einigen Baustellen rund um die Uhr gearbeitet werden

Für Brückenbauarbeiten sind neue Techniken vorgesehen um die Bauzeiten teilweise bis zu 40 Prozent verkürzen zu können. An der A45 wird derzeit eine Brücke samt Pfeilern in einem Element an ihren endgültigen Platz verschoben. Über alle Planungen und Maßnahmen informiert Straßen.NRW hier.

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