
Mehr Wildunfälle im Märkischen Kreis
Im Märkischen Kreis hat die Polizei im Oktober 2026 bereits 74 Wildunfälle aufgenommen. Betroffen sind nach Polizeiangaben vor allem Straßen an Wald-, Feld- und Wiesenrändern. Gerade in den frühen Morgenstunden und am Abend ist das Risiko derzeit erhöht. Hintergrund ist die Zeitumstellung: Viele Pendler sind nun wieder häufiger in der Dämmerung unterwegs. Polizei und Jäger weisen deshalb darauf hin, dass Autofahrer im Kreisgebiet aktuell besonders aufmerksam fahren sollten.
Hohes Risiko im Berufsverkehr
Vor allem zwischen 6 und 8 Uhr morgens ist die Gefahr eines Zusammenstoßes nach Angaben von Jägern besonders groß. Aber auch im Feierabendverkehr bleibt die Lage angespannt. Wildtiere orientieren sich am Licht und sind in der Dämmerung besonders aktiv. Genau dann sind viele Menschen auf dem Weg zur Arbeit oder wieder nach Hause. Die Polizei rät deshalb dazu, in gefährdeten Bereichen das Tempo zu drosseln und vorausschauend zu fahren.
So sollten Autofahrer reagieren
Wenn ein Tier auf der Straße auftaucht, sollte sofort das Fernlicht abgeblendet und stark gebremst werden. Von riskanten Ausweichmanövern rät die Polizei aber dringend ab. Solche Manöver können schwerere Folgen haben als der Zusammenstoß selbst. Außerdem sollten Autofahrer damit rechnen, dass einem Reh oder Wildschwein weitere Tiere folgen. Wichtig ist deshalb auch ein ausreichender Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug, um im Ernstfall schnell reagieren zu können. Mehr Infos gibt es HIER.
Das gilt nach einem Wildunfall
Nach einem Wildunfall sollte zuerst die Unfallstelle abgesichert werden. Danach muss die Polizei informiert werden, auch dann, wenn das Tier scheinbar unverletzt weggelaufen ist. Die Beamten nehmen den Unfall auf und verständigen bei Bedarf den zuständigen Jäger. Nach Angaben der Polizei ist das wichtig, weil verletzte Tiere oft noch flüchten, obwohl sie Hilfe brauchen. Im Notfall sollte dafür der Polizeinotruf 110 gewählt werden.