
Wohnungsnot bei Jung und Alt im Märkischen Kreis
Im Märkischen Kreis haben besonders junge und ältere Menschen große Schwierigkeiten, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Die IG BAU fordert mehr Sozialwohnungen und gezielte Förderung für Azubi- und Studierendenwohnungen.
Veröffentlicht: Donnerstag, 29.01.2026 11:54
Junge Menschen im Märkischen Kreis ohne eigene Wohnung
Im Märkischen Kreis stehen viele junge Menschen vor einer großen Herausforderung: Sie finden kaum bezahlbare Wohnungen. Laut IG BAU wohnen zahlreiche der rund 6.600 Auszubildenden weiterhin bei ihren Eltern – oft nicht aus freien Stücken, sondern weil die Mietpreise zu hoch sind. Der aktuelle „Soziale Wohn-Monitor“ des Pestel-Instituts, den die Gewerkschaft mit in Auftrag gegeben hat, bestätigt diese Entwicklung. Besonders problematisch wird es, wenn ein Ausbildungsvertrag daran scheitert, dass Jugendliche keine Wohnung oder kein WG-Zimmer in der Nähe ihres Ausbildungsbetriebs bezahlen können.
Ältere Menschen im Märkischen Kreis von Wohnarmut bedroht
Auch ältere Menschen, vor allem die geburtenstarken Jahrgänge, geraten im Märkischen Kreis zunehmend in Wohnungsnot. Viele der rund 53.800 Baby-Boomer, die bis 2035 in Rente gehen, müssen mit niedrigen Renten auskommen. Häufige Phasen von Arbeitslosigkeit und niedrige Löhne in der Vergangenheit führen dazu, dass sie ihre bisherigen Wohnungen kaum noch finanzieren können. Die IG BAU warnt vor einer wachsenden „Wohnarmut im Alter“ und fordert gezielte Maßnahmen, um diesen Trend zu stoppen.
IG BAU fordert mehr Sozialwohnungen im Märkischen Kreis
Um die Wohnungsnot im Märkischen Kreis zu lindern, fordert die IG BAU den Bau von mehr Sozialwohnungen und eine gezielte Förderung für Azubi- und Studierendenwohnungen. Steueranreize für Betriebe, die Auszubildenden Wohnraum bieten, könnten zusätzlich helfen. Der „Soziale Wohn-Monitor“ setzt eine klare Zielmarke: Bis 2035 sollen in Nordrhein-Westfalen 454.900 Sozialwohnungen entstehen, was jährlich 17.900 neue Wohnungen bedeutet. Die IG BAU betont, dass Fördermittel schneller bereitgestellt und Baukosten durch „Erleichtertes Bauen“ gesenkt werden müssen, um mehr bezahlbaren Wohnraum im Märkischen Kreis zu schaffen.