
WLAN-Router: Der heimliche Stromfresser im Haushalt
Ein WLAN-Router läuft rund um die Uhr – und verbraucht dabei oft mehr Strom, als viele denken. Die Verbraucherzentrale NRW erklärt, wie sich mit ein paar einfachen Einstellungen Energie sparen lässt.
Veröffentlicht: Donnerstag, 20.11.2025 10:14
WLAN-Router: So spart ihr Strom mit einfachen Tricks
WLAN gehört für die meisten Haushalte längst zum Alltag. Was viele aber nicht auf dem Schirm haben: Auch im Leerlauf verbraucht der Router ständig Strom – und das oft mehr, als einem lieb ist. Dabei gibt es keine Energielabel, an denen sich Verbraucher orientieren können. Der Vrebrauch hängt dabei stark von Modell, Nutzung und Einstellungen ab.
„Ein handelsüblicher WLAN-Router kann im Jahr bis zu 100 Kilowattstunden verbrauchen – das entspricht dem Strombedarf eines kleinen Kühlschranks“, erklärt Viola Link, Leiterin bei der Verbraucherzentrale NRW in Lüdenscheid
Tipps von der Verbraucherzentrale NRW
Um Strom einzusparen ist es wichtig, seine eigenen Nutzungsgewohnheiten zu kennen. Die Verbraucherzentrale NRW gibt Tipps, wie mit kleinen Maßnahmen Strom eingespart werden kann:
- Die Position des Routers sollte gut gewählt sein. Eine zentrale, erhöhte Position sorgt dafür, dass das WLAN-Signal alle Räume gut erreicht. So wird nicht mit maximaler Sendeleistung gearbeitet
- Unnötige Funktionen sollten ausgestellt werden. Besonders moderne Router bieten häufig Zusatzfunktionen, wie Gastnetzwerken oder dauerleuchtenden LEDs.
- Eine WLAN-Zeitschaltung kann dabei helfen, dass das WLAN im Haus nur zu bestimmten Zeiten aktiv ist und nur an ist, wenn man es auch wirklich benötigt.
- Eco-Modi und adaptive Leistungsprofile können dabei helfen Energie zu sparen. Dadurch wird die Sendeleitung automatisch gesenkt, sobald wenig Datenverkehr stattfindet.
- Auch regelmäßige Updates können dabei helfen, Energie zu sparen. Neue Firmware-Versionen der Router-Hersteller optimieren häufig die Prozessorverwaltung und das WLAN-Management.
Vorsicht bei Smart-Home-Geräten. Dort können häufig Dinge, die die WLAN-Verbindung nicht deaktiviert werden, da ihre Funktionen ansonsten unterbrochen werden.
Um den Stromverbrauch des eigenen Routers zu messen, können Strommessgeräte in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW ausgeliehen werden.