
Wirtschaftslage in Südwestfalen bleibt angespannt
Die wirtschaftliche Situation vieler Unternehmen in Südwestfalen und auch im Märkischen Kreis ist weiterhin ernst. Beim SIHK-Jahresempfang in der Stadthalle Hagen wurde am Mittwochabend (10.12.) deutlich, dass hohe Kosten, unsichere Rahmenbedingungen und eine schwache Nachfrage den Alltag der Betriebe prägen. Die SIHK-Vizepräsidenten Dr. Sarah Schniewindt, Dr. Henning Kreke und Björn Ischebeck betonten vor rund 1.000 Gästen, dass sechs Jahre ohne Wachstum eine ernüchternde Bilanz für die Industrieregion und ganz Deutschland darstellen. Sie forderten bezahlbare Energie, spürbare Entlastungen und mehr Vertrauen von der Politik, um die Unternehmen zu stärken.
Innovationskraft als Hoffnungsträger für Südwestfalen
Trotz der Herausforderungen zeigte sich beim Spitzentreffen in Hagen, dass Südwestfalen über ein starkes Fundament und eine hohe Innovationskraft verfügt. Zukunftsforscher Tristan Horx, als Gastredner eingeladen, appellierte an den Mittelstand, sich auf die eigenen Stärken und die Wandlungsfähigkeit zu konzentrieren. Mit seinem Konzept des „wütenden Optimismus“ ermutigte er die Anwesenden, angesichts globaler Krisen und Veränderungen nicht die Zuversicht zu verlieren. Seine Impulse richteten sich an Unternehmen und gesellschaftliche Akteure gleichermaßen und unterstrichen die Bedeutung von Offenheit und Orientierung nach vorn.
Junge Talente ausgezeichnet
Ein weiterer Höhepunkt des SIHK-Jahresempfangs in Hagen war die Ehrung der besten Auszubildenden aus dem SIHK-Bezirk. Lisa Günther, Jasmin Joy König, Felix Adam und Mike Schulte wurden stellvertretend für alle erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen ausgezeichnet. Ihre herausragenden Leistungen zeigen, wie viel Potenzial in der jungen Generation steckt und wie wichtig das duale Ausbildungssystem für die Zukunft der Region ist. Die Auszeichnungen unterstreichen, dass trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen in Südwestfalen weiterhin engagierte und qualifizierte Nachwuchskräfte heranwachsen.