
Zweiter Fall von Amerikanischer Faulbrut in Lüdenscheid bestätigt
Im südlichen Stadtgebiet von Lüdenscheid wurde die „Amerikanische Faulbrut“ in einem Bienenstand nachgewiesen. Das Veterinäramt des Märkischen Kreises hat daraufhin einen Sperrbezirk mit einem Radius von einem Kilometer um den betroffenen Standort eingerichtet und eine Allgemeinverfügung erlassen. Bereits im Mai dieses Jahres war die Tierseuche im Osten der Stadt ausgebrochen.
Sperrbezirk mit einem Kilometer Radius im südlichen Stadtgebiet eingerichtet.
Für die Bienenbestände in der Region ist der Ausbruch eine ernsthafte Bedrohung. Die Krankheit befällt die Brut der Völker, die dadurch größtenteils abstirbt. Das führt dazu, dass das betroffene Bienenvolk stark schrumpft, überaltert und schließlich den Winter nicht überlebt. Zur Bekämpfung der Faulbrut müssen befallene Völker durch das Veterinäramt saniert oder im schlimmsten Fall getötet werden.
Krankheit ist für Menschen ungefährlich, Honig ist sicher.
Alle Imker, die im neuen Sperrbezirk in Lüdenscheid Bienen halten, sind verpflichtet, ihre Bestände und Standorte umgehend dem Veterinäramt zu melden. Dies ist telefonisch unter 02351-966-6551 oder per E-Mail möglich. Bewegliche Bienenstände dürfen ihren Standort ab sofort nicht mehr verlassen und es dürfen keine neuen Bienenvölker in die Schutzzone gebracht werden.
Imker müssen Bestände im Sperrbezirk an das Veterinäramt melden.
Bei der „Amerikanischen Faulbrut“ handelt es sich laut dem Märkischen Kreis um eine bakterielle Infektionskrankheit. Die Erreger werden durch erwachsene Flugbienen, die selbst nicht erkranken, als Sporen in den Bienenstock getragen. Dort befallen sie die Brut. Das Veterinäramt wird in nächster Zeit alle Bienenstände im betroffenen Sperrbezirk begutachten.