Wespen beim Grillen - Tipps, um nicht gestochen zu werden

Das letzte Wochenende der Sommerferien steht an und das wird richtig schön!

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Bei vielen Familien bei uns im Märkischen Kreis wird auf dem Balkon oder im Garten noch einmal gegrillt - dabei können allerdings Wespen zu einer echten Plage werden. Was ihr tun müsst, um nicht gestochen zu werden?

Auch wenn es schwer fällt: Ruhig bleiben - nicht nach den Tieren schlagen oder pusten. Getränke am besten abdecken und einen Teller mit süßem Obst ein paar Meter weiter aufstellen - zur Ablenkung. Auch auf intensive Parfüms, Cremes oder Rasierwasser verzichten: Der Duft lockt Wespen an. Und wenn es garnicht anders geht: Draußen grillen und drinnen zu essen. Übrigens: Hornissenstiche sind nicht gefährlicher als Wespenstiche - die Hornissen sind sogar friedlicher.

Hier noch mehr Tipps von der Naturschutzbehörde des Märkischen Kreises: Sinnvoll ist auch das Anbringen von Insektenschutzgittern insbesondere vor Kinder- und Schlafzimmerfenstern sowie am Küchenfenster. So können auch die nachtaktiven Hornissen davon abgehalten werden, bei Dunkelheit in beleuchtete Räume zu fliegen. Ist man doch einmal gestochen worden, kann eine sofort auf den Stich aufgelegte frisch aufgeschnittene Zwiebel Linderung bringen. Die Arbeiterinnen der meisten Wespenarten sterben bereits gegen Ende des Hochsommers, nur die Völker der Gemeinen sowie der Deutschen Wespe bleiben bis weit in den Oktober hinein bestehen. Eine Jungkönigin überwintert und beginnt im nächsten Frühjahr mit einem neuen Nest. Ein altes Wespennest wird in der Regel kein zweites Mal bezogen und kann entfernt werden. Die Tiere haben eine sehr wichtige Funktion im Gefüge der Natur. So fressen Hornissen und die meisten Wespen zum Beispiel übermäßig auftretende Blattläuse, Spinnen, Fliegen, Eichenwickler- und Spannerraupen. Sie stehen unter dem Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes und dürfen nicht ohne Genehmigung und ausreichenden Grund beunruhigt, gefangen, verletzt oder getötet werden. Auch für eine Umsiedlung, zum Beispiel durch eine Fachfirma, ist eine Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde des Märkischen Kreises erforderlich. Ein Totsprühen der Tiere ist nicht nur unökologisch, sondern setzt Gifte in der Nähe der Wohnung frei, die auch für Mensch und Haustiere nicht unbedenklich sind. Insbesondere bei Nestern in Rollladenkästen kann es beim unsachgemäßen Töten der Tiere durch Spritzmittel zu einer Raumluftkontamination kommen, wenn ungeeignete Mittel eingesetzt werden. Um die Vielfalt der Insektenarten zu erhalten und die eigene Gesundheit zu schützen, sollte ein Nest nur bei wirklicher und akuter Gefahr durch einen Fachmann möglichst umgesiedelt werden. Für Fragen und weitere Informationen rund um Wespen und Hornissen können sich Interessierte an die Untere Naturschutzbehörde beim Märkischen Kreis (Tel. 02351 / 966-6379 oder 966-6400) sowie an die Stadt Iserlohn wenden. Ansprechpartnerin im Iserlohner Rathaus ist Patricia White bei der Abteilung Umwelt- und Klimaschutz, Telefon 02371 / 217-2946, E-Mail: patricia.white@iserlohn.de.

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