
Wasserpreis steigt in Lüdenscheid ab 1. Juli
Der Arbeitspreis für Trinkwasser steigt zum 1. Juli 2026 von 1,61 auf 1,67 Euro brutto pro Kubikmeter. Das entspricht nach Angaben der Stadtwerke einem Plus von 3,7 Prozent. Auch die Staffelgrundpreise werden angepasst. Die Stadtwerke nennen als Gründe höhere Kosten für Energie, Material und Personal. Dazu kommen Investitionen in Wasserwerke, Leitungen sowie Aufbereitungs- und Überwachungstechnik.
Was Haushalte in Schalksmühle und Herscheid mehr zahlen
Für ein Einfamilienhaus mit 150 Kubikmetern Jahresverbrauch steigen die Kosten laut Stadtwerken um 44,94 Euro im Jahr. Das sind 3,75 Euro im Monat mehr. In einem Sechs-Parteien-Haus mit 540 Kubikmetern Jahresverbrauch liegt das Plus pro Wohneinheit bei 25,06 Euro im Jahr. In einem Zehn-Parteien-Haus mit 800 Kubikmetern Jahresverbrauch steigen die Kosten pro Wohneinheit um 20,97 Euro im Jahr. Die Stadtwerke sprechen damit von einer monatlichen Mehrbelastung zwischen rund zwei und vier Euro in typischen Verbrauchsfällen.
So begründen die Stadtwerke die Preiserhöhung
Nach Angaben der Stadtwerke ist die Wasserversorgung in Lüdenscheid mit vergleichsweise hohen Kosten verbunden. Begründet wird das mit einer geringen Kundendichte und der aufwändigen Versorgung über mehrere Druckzonen. Zum Netz gehören laut Unternehmen 26 Hochbehälter, 21 Pumpstationen und 123 Druckzonen. Versorgt werden Lüdenscheid, Schalksmühle und Herscheid über ein rund 520 Kilometer langes Netz mit fast 20.000 Anschlüssen. Die letzte Wasserpreisanpassung hatte es zum 1. Januar 2024 gegeben.