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Vorsicht vor Billig-Klimaanlagen: Worauf ihr achten müsst
© VZ NRW/adpic
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Vorsicht vor Billig-Klimaanlagen: Worauf ihr achten müsst

Bei der aktuellen Hitze im Märkischen Kreis suchen viele Menschen nach einer schnellen Abkühlung durch günstige Klimageräte aus dem Internet. Die Verbraucherzentrale NRW in Iserlohn warnt jedoch vor billigen Schnäppchen und vermeintlichen Wundertechnologien, die ihre Versprechen oft nicht halten können.

Veröffentlicht: Mittwoch, 08.07.2026 10:13

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Tipps der Verbraucherzentrale MK

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Wer in den eigenen vier Wänden unter der Hitze leidet, greift oft spontan zu kompakten Kühlgeräten. Doch die Experten der Verbraucherzentrale in Iserlohn mahnen zur Vorsicht, da kleine Mini-Geräte meist nicht ausreichen, um einen kompletten Raum effektiv herunterzukühlen. Für eine spürbare Abkühlung sollte ein Gerät pro Quadratmeter Wohnfläche mindestens eine Kühlleistung von 60 Watt erbringen. Wenn es lediglich darum geht, einer einzelnen Person am Schreibtisch eine Erfrischung zu verschaffen, ist ein klassischer Ventilator oft die sinnvollere und günstigere Wahl. Dieser kühlt die Luft zwar nicht aktiv ab, sorgt aber durch die Luftbewegung für ein deutlich angenehmeres Gefühl auf der Haut.

„Wir beobachten zunehmend Angebote, die zum spontanen Kauf verleiten, ihre Werbeversprechen in der Praxis jedoch kaum einhalten können“ - Maren Behrendt, Leiterin der Verbraucherzentrale NRW in Iserlohn.

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Ventilator oder Klimagerät

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Physikalisch gesehen kann Wärme im Zimmer nicht einfach verschwinden, weshalb technische Versprechen von „Wundergeräten“ kritisch hinterfragt werden sollten. Echte Klimaanlagen funktionieren nach dem Prinzip, der Luft Wärme zu entziehen und diese über einen Schlauch oder ein Außenteil nach draußen zu befördern. Fehlt dieser Abtransport der warmen Luft nach draußen, bleibt die Hitze im Raum und der kühlende Effekt ist faktisch gleich Null. Eine Alternative sind sogenannte Luftbefeuchter, die Wasser vernebeln, um durch Verdunstung eine leichte Kühlung zu erzeugen. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, da stehendes Wasser in den Geräten schnell zur Keimfalle werden kann und eine regelmäßige Reinigung mit Essig oder Zitronensäure zwingend erforderlich ist.

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Schutz vor Fakeshops beim Online-Kauf

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Besonders bei extremen Temperaturen tauchen im Internet vermehrt unseriöse Anbieter auf, die mit extrem niedrigen Preisen für Klimageräte locken. Verbraucher im Märkischen Kreis sollten stutzig werden, wenn technische Angaben fehlen oder die Produktbeschreibungen in schlechtem Deutsch verfasst sind. Ein Impressum und klare Allgemeine Geschäftsbedingungen sind Pflicht, wobei auch eine „.de“-Adresse allein noch keine Garantie für einen seriösen Händler aus Deutschland ist. Oft verbergen sich dahinter Firmen aus Fernost, bei denen die Qualität der Geräte mangelhaft sein kann und die Durchsetzung von Käuferrechten fast unmöglich ist. Um sicherzugehen, bietet die Verbraucherzentrale online einen speziellen „Fakeshopfinder“ an, mit dem verdächtige Internetseiten vor der Bestellung überprüft werden können. Eine Liste mit gemeldeten Anbietern, die über ihre Herkunft täuschen, findet sich auf den Seiten der Verbraucherzentrale Hamburg.

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