Anzeige
Vermisster aus Lüdenscheid: Leiche in Ostfriesland gefunden
© Symbolbild
Teilen:

Vermisster aus Lüdenscheid: Leiche in Ostfriesland gefunden

Nach dem monatelangen Verschwinden eines 59-jährigen Mannes aus Lüdenscheid gibt es nun traurige Gewissheit. Die Polizei entdeckte den Leichnam des Vermissten nach intensiven Grabungen auf einem Grundstück in der ostfriesischen Gemeinde Holtgast.

Veröffentlicht: Dienstag, 07.04.2026 14:55

Anzeige

Ermittlungen führen von Lüdenscheid nach Ostfriesland

Anzeige

Der Kriminalfall begann Anfang Februar 2024, als Angehörige eines 59-jährigen Mannes aus Lüdenscheid eine Vermisstenanzeige bei der Polizei erstatteten. Die Hinweise auf das Verschwinden gingen fast zeitgleich aus dem Sauerland, aus Chemnitz und sogar aus Weißrussland bei den Behörden ein. Da der Vermisste seinen festen Wohnsitz in Lüdenscheid hatte, übernahm zunächst die dortige Polizei die Leitung der Ermittlungen. Schnell stellte sich heraus, dass der letzte bekannte Aufenthaltsort des Mannes im Landkreis Wittmund in Ostfriesland lag. Er war Ende Januar von einer Reise über Polen nach Deutschland zurückgekehrt und wollte eigentlich kurz darauf wieder ins Ausland aufbrechen. Die Ermittler stellten jedoch fest, dass er diese geplante Rückreise von Hamburg aus nie angetreten hatte.

Anzeige

Fund des Leichnams nach aufwendiger Suche

Anzeige

Im Zuge der weiteren Nachforschungen durch die Kriminalpolizei ergaben sich immer mehr Zweifel an den Aussagen einer Familie aus der Gemeinde Holtgast. Die Ermittler richteten daraufhin im September 2025 eine Mordkommission ein, da sich der Verdacht eines Tötungsdeliktes gegen eine 60-jährige Frau und ihre zwei Söhne erhärtete. In der vergangenen Woche führten Spezialkräfte schließlich eine mehrtägige Durchsuchung auf insgesamt vier Grundstücken in der Region durch. Dabei erhielten die deutschen Beamten Unterstützung von einem spezialisierten Team der niederländischen Polizei, das auf professionelle Bodenuntersuchungen ausgerichtet ist. Auf einem Grundstück im Ortsteil Fulkum schlugen schließlich Leichenspürhunde an einer auffälligen Stelle im Erdreich an. Nach sehr aufwendigen Grabungsarbeiten, die unter Flutlicht bis tief in die Nacht andauerten, konnte ein männlicher Leichnam geborgen werden.

Anzeige

Haftbefehl gegen 30-jährigen Tatverdächtigen

Anzeige

Eine Obduktion in der Rechtsmedizin Oldenburg bestätigte über die Osterfeiertage schließlich den Verdacht der Ermittle. Bei dem Toten handelt es sich zweifelsfrei um den vermissten 59-jährigen Mann aus Lüdenscheid, der laut Ergebnis der Untersuchung durch massive Gewalteinwirkung starb. Das Motiv für die Tat könnte in einem früheren Betreuungsverhältnis zwischen dem Opfer und dem ältesten Sohn der verdächtigen Familie liegen. Es gab im Vorfeld Vorwürfe wegen der Veruntreuung von Geldern, die bereits zu strafrechtlichen Ermittlungen gegen den nun verstorbenen Lüdenscheider geführt hatten. Aufgrund des Leichenfundes nahm die Polizei die drei Tatverdächtigen vorläufig fest, wobei gegen den 30-jährigen Sohn mittlerweile ein Haftbefehl wegen Mordverdachts erlassen wurde. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Aurich und der Mordkommission dauern unterdessen weiter an, um die genauen Hintergründe der Tat vollständig zu klären.

Anzeige
Anzeige
Anzeige