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Symbolbild: Schule
© Radio MK / Jesse
Symbolbild: Schule
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Unterrichtsausfälle durch Streiks auch im Märkischen Kreis möglich

Auch im Märkischen Kreis hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) tarifbeschäftigte Lehrkräfte zu landesweiten Warnstreiks im öffentlichen Dienst aufgerufen. Wie viele sich beteiligen und ob es zu Unterrichtsausfällen kommt, ist noch unklar.

 

Veröffentlicht: Mittwoch, 04.02.2026 06:10

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Warnstreiks im Märkischen Kreis: Schulen möglicherweise betroffen

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Im Märkischen Kreis kommt es heute zu weiteren Warnstreiks im öffentlichen Dienst. Nach den Arbeitsniederlegungen im Nahverkehr am Montag sind nun unter anderem Gerichte, Hochschulen, Unikliniken und auch tarifbeschäftigte Lehrkräfte betroffen. An einigen Schulen im Märkischen Kreis kann es deshalb zu vereinzelten Unterrichtsausfällen kommen. Das kündigte der Kreisverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) an. Wie viele Lehrkräfte aus dem Märkischen Kreis sich am Streik beteiligen und zur Kundgebung fahren, ist derzeit noch unklar. Ebenso ist noch offen, ob es dadurch auch zu einzelnen Unterrichtsausfällen kommen kann oder die Schulsozialarbeit heute nicht besetzt ist.

 

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Öffentlicher Dienst: Landesweite Arbeitsniederlegungen in NRW

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Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat alle Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Betroffen sind alle Bereiche, die unter die laufende Tarifrunde fallen, darunter Hochschulen, Landesverwaltung und Justiz sowie alle sechs Universitätskliniken in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln, Münster. In den betroffenen Kliniken gelten Notdienstvereinbarungen. Die Streikenden kommen in den Regionen zu Kundgebungen und Demonstrationen zusammen, unter anderem in Aachen, Bochum, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Hagen, Köln, Münster und Siegen. Die Beschäftigten im Märkischen Kreis werden aufgerufen, sich am Warnstreik in Dortmund zu beteiligen.

 

Die Bedeutung von Bildung ist entscheidend für unsere Zukunft. Darüber herrscht offenbar politische Einigkeit: Aber diese Worte müssen sich auch in Taten widerspiegeln. Die Warnstreiks sind unsere Antwort auf die Blockadehaltung der Arbeitgeber. Wir rufen alle Tarifbeschäftigten auf, sich am Streik zu beteiligen und nach Dortmund zu kommen.“ - Gudrun Achterkamp, Leitungsteam der GEW Märkischer Kreis
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Hintergrund: Stockende Tarifverhandlungen

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Hintergrund der Streiks sind stockende Tarifverhandlungen. Auch in der zweiten Verhandlungsrunde haben die Arbeitgeber demnach kein Angebot vorgelegt. Die Gewerkschaften erhöhen mit den Arbeitsniederlegungen den Druck auf die Arbeitgeber der Länder vor der dritten Verhandlungsrunde am 11. und 12. Februar in Potsdam. In ganz NRW gibt es nach Angaben der GEW rund 49.000 tarifbeschäftigte Lehrkräfte. 

GEW und ver.di fordern sieben Prozent mehr Lohn, mindestens aber 300 Euro im Monat zusätzlich, um die unteren Lohngruppen zu stärken. Für Nachwuchskräfte sollen die Vergütungen um 200 Euro pro Monat steigen, zudem wird ihre unbefristete Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung gefordert. Darüber hinaus sollen alle Zeitzuschläge um 20 Prozentpunkte steigen. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags (TV-L) soll zwölf Monate betragen. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Mitte Februar geplant.

 

Viele Beschäftigte sind verärgert, dass es auch nach zwei Verhandlungsrunden noch immer kein Angebot gibt." - Frank Bethke, stellvertretender Landesbezirksleiter von ver.di NRW

 

Bereits vor zwei Wochen waren im Rahmen der Tarifauseinandersetzung auch Beschäftigte von Straßen.NRW zum Streik aufgerufen worden - in der Folge musste der Hestenbergtunnel in Plettenberg für 24 Stunden gesperrt werden.

 

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