
Ukraine-Hilfstransport zurück im Märkischen Kreis
Der nächste Ukraine-Hilfstransport kommt heute zurück in den Märkischen Kreis. Die Sauerländer Jungs hatten sich am Donnerstag aus Lüdenscheid auf den Weg. Sie bekommen Unterstützung von Uwe Rittinghaus aus Schalksmühle.
Veröffentlicht: Donnerstag, 29.08.2024 07:48
Hilfstransport kommt zurück nach Hause
Heute Mittag erreicht die Truppe rund um den Hilfstransport den Märkischen Kreis. Alle Hilfsmittel sind abgeladen, allen geht es gut. Dabei war die Reise sehr nicht ungefährlich. In der Nacht auf Samstag wurde in direkter Nähe vom Team ein Kraftwerk mit 12 Raketen beschossen.
Herzzereißende Reise in die Ukraine
Uwe Rittinghaus aus Schalksmühle war mit in der Ukraine. Er war überwältigt davon, was der Märkische Kreis geschafft hat.
„Danke! Mich hat das echt umgehauen. Es ist so schön, wenn alle zusammen arbeiten und Menschen Hoffnung schenken.“
Damit meint er nicht nur das Team, das in die Ukraine gefahren ist. Auch alle Menschen, die etwas gespendet haben, die Berichterstattung von Radio MK und viele andere Stationen hätten ihren Teil dazu beigetragen. Auch wenn die Spendenbereitschaft laut den Sauerländer Jungs in Lüdenscheid gesunken ist, waren es in Schalksmühle um so mehr Menschen, die einen Teil zur Hilfe beigetragen haben.
Die Hilfsmittel gingen unter anderem in ein Weisenhaus. Dort seien die Kinder auf die Helfer zugelaufen, hätten sie umarmt und am liebsten nie mehr losgelassen, berichtet Uwe. Beim Team sind viele Tränen gelaufen, als sie Geschichten der Menschen gehört haben.
„Der Krieg muss aufhören. Es sterben unschuldige Menschen.“
Laut Uwe gibt es in den betroffenen Gebieten niemanden mehr, der nicht vom Krieg betroffen und irgendjemanden verloren hat.
Hilfsmittel wurden sicher abgeladen
Am heutigen Samstagmittag (31.08.) haben die Sauerländer Jungs und Uwe Rittinghaus die Lieferung abgeladen. Sie wird noch heute an die Front gebracht. Insgesamt 18,5 Tonnen Hilfsmittel waren es, die von Menschen aus dem Märkischen Kreis gespendet wurden. Für die Truppe ist aber noch nicht Feierabend: sie besuchen jetzt noch ein Kinderheim, um den Kindern mit Geschenken eine Freude zu machen.
„Es ist besonders, wenn man Menschen Hoffnung geben kann.“
sagt Uwe Rittinghaus zur Aktion.
Der Hilfstransport ist natürlich auch mit Gefahren verbunden. Erst in der vergangenen Nacht wurde in der Nähe der Gruppe ein Kraftwerk mit 12 Raketen angegriffen. Das Team ist aber vorsichtig und bleibt so weit es geht in Sicherheit.
Hilfstransport aus Lüdenscheid in die Ukraine
Es ist der bereits siebte Hilfstransport des Vereins "Sauerländer Jungs" aus Lüdenscheid, gemeinsam mit Uwe Rittinghaus aus Schalksmühle. Dabei werden hauptsächlich Lebensmittel, Hygieneartikel, Medikamente und Stromaggregate an die ukrainische Grenze gebracht. Von dort aus werden sie dann an die Menschen verteilt werden, die direkt an der Front leben.
Spendenbereitschaft sinkt
Im Gegensatz zu den früheren Hilfstransporten ist die Spendenbereitschaft extrem zurückgegangen, berichtet der Verein. Dennoch konnten zwei Sattelzüge und zwei weitere Fahrzeuge vollgeladen werden. Die erste Truppe, rund um den Schalksmühler Uwe Rittinghaus ist Donnerstagmorgen gegen 5 Uhr mit dem Auto losgefahren. Die Sattelzüge folgten gegen 21 Uhr. Eine Fahrt dauerte ca. 18 bis 20 Stunden. (DaB)











