
Verbraucherzentrale Iserlohn: Klimagerecht handeln
Seit mehreren Wochen hat es in Iserlohn nicht mehr nennenswert geregnet. Die anhaltende Hitze trocknet die Böden aus und erhöht den Wasserbedarf von Pflanzen massiv. Um wertvolle Wasserressourcen zu schonen und heimisches Grün zu retten, empfiehlt die Iserlohner Verbraucherzentrale NRW Gartenbesitzern jetzt ein klimaangepasstes Verhalten.
Seltener, aber dafür tiefgründig wässern
Laut dem Iserlohner Umweltberater Bernhard Oberle beginnt der Klimaschutz direkt vor der eigenen Haustür. Das bedeutet, dass nicht jeder Tropfen Wasser sofort vergossen werden muss. Ein Rasen verträgt laut den Experten Trockenperioden sehr gut und ergrünt beim nächsten großen Regen von selbst wieder. Das vorhandene Wasser sollte stattdessen gezielt für Bäume, Sträucher und Büsche eingesetzt werden.
Nur morgens oder abends zur Gießkanne greifen
Die Verbraucherzentrale rät, nur ein- bis zweimal pro Woche durchdringend zu wässern, am besten morgens oder abends. Eine Schicht aus Rindenmulch, Rasenschnitt oder Laub hilft zudem, die Feuchtigkeit länger im geschützten Boden zu halten. Wer kann, sollte vorab gesammeltes Regenwasser aus Tonnen oder Zisternen zur Bewässerung nutzen.
Heimische, hitzeresistente Pflanzen bevorzugen
Hintergrund: Ein humusreicher Boden kann Wasser deutlich besser speichern und bei Bedarf langsam an die Wurzeln abgeben. Durch das Einarbeiten von Kompost lässt sich dieser Effekt im eigenen Garten leicht erzielen. Stehengelassenes Unkraut oder Bodendecker beschatten zusätzlich die Erde und reduzieren die schnelle Verdunstung bei hohen Temperaturen. Wenn in Iserlohn neue Beete angelegt werden, empfehlen die Experten trockenheitsverträgliche Pflanzen. Heimische Arten wie die Apfel-Rose, das Adonisröschen, der Blut-Storchschnabel oder der Scharfe Mauerpfeffer kommen mit Hitze sehr gut zurecht. Sie bieten zudem auch im trockenen Sommer Nahrungsquellen für Insekten.