
THR gewinnt zdi-Roboterwettbewerb in Lüdenscheid
Beim zdi-Roboterwettbewerb in Lüdenscheid haben Schülerteams aus dem Märkischen Kreis ihre selbstgebauten Roboter gegeneinander antreten lassen. Unter dem Motto „zdi-Space Adventures“ mussten die Maschinen verschiedene Aufgaben rund um das Thema Weltraum lösen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 06.05.2026 15:08
Schüler programmieren Roboter selbst
Im Forschungs- und Technologiezentrum in Lüdenscheid ist jetzt die Lokalrunde des zdi-Roboterwettbewerbs gestartet. Insgesamt fünf Schulteams aus der Region waren dabei und haben ihre selbst entwickelten Lego-Roboter präsentiert. Mit dabei waren Teams vom Märkisches Gymnasium Iserlohn und aus Lüdenscheid vom Zeppelin-Gymnasium, dem Bergstadt-Gymnasium und der Theodor-Heus-Realschule. Der Wettbewerb findet bereits zum fünften Mal statt und soll Kinder und Jugendliche spielerisch an MINT-Fächer wie Mathematik, Informatik und Technik heranführen.
Auf einer Wettbewerbsfläche mussten die Roboter unterschiedliche Aufgaben meistern. Dafür waren Hindernisse und verschiedene Elemente aufgebaut, die passend zum diesjährigen Motto „zdi-Space Adventures“ gestaltet wurden. Was die Roboter können müssen, weiß Daniel Harhoff, Technikdozent und Schiedsrichter:
„Eigentlich alles von A bis Z. Mal muss eine Rückkehrkapsel geholt werden, mal muss ein Schulbus zur Sternwarte gefahren werden bzw. geschoben werden. Der Roboter muss schieben, ziehen, drücken können.“
Teams arbeiten monatelang an ihren Robotern
Zwischen den einzelnen Wettbewerbsrunden wurde an den Robotern immer wieder gearbeitet und nachgebessert. Viele Teams hatten sich über Monate vorbereitet und ihre Programme immer weiter optimiert. Entsprechend groß war auch die Anspannung vor den Wertungsläufen, sagt Daniel Harthoff:
„Alle sehr, sehr angespannt. Man würde ja denken, dass die Erwachsenen angespannt sind. Nein, die Kinder sind einfach nochmal mal zehn angespannter, sind voll dabei, Feuer und Flamme und voll begeistert. Es stecken halt wirklich schon sechs Monate Arbeit teilweise da drin, wenn nicht sogar länger manchmal.“
Nicht bei jedem Lauf lief alles perfekt. Manche Roboter blieben stehen oder fuhren an ihren Aufgaben vorbei, so wie bei Max und seinem Team vom Berstadt-Gymnasium aus Lüdenscheid. Trotzdem stand für sie vor allem der Spaß an Technik und Programmierung im Mittelpunkt:
„Es macht Spaß, dass man selber Sachen ausprobieren kann. Es fördert auch die Kreativität und wenn man das später noch verbessert und aus seinen Fehlern lernt, kann man später noch Größeres erreichen.“
THR-Team zieht in nächste Wettbewerbsrunde ein
Am Ende setzte sich das Team der Theodor-Heus-Realschule aus Lüdenscheid durch. Die „BrickBoys“ erreichten insgesamt 320 Punkte und sicherten sich damit den ersten Platz. Auch das zweitplatzierte Team aus Schwerte qualifizierte sich für die nächste Runde. Für beide Teams geht es im Juli weiter zum Regionalwettbewerb nach Mülheim an der Ruhr.
Für die Gewinner war der Erfolg das Ergebnis vieler Wochen Vorbereitung und zahlreicher Testläufe. Das war nicht immer einfach, erzählt Fatih vom Team „BrickBoys“ der Theodor-Heus-Realschule:
"Es geht um Perfektion. Das Programmieren alleine hat sehr lange gedauert, das Bauen des Roboters auch, aber allgemein kann man so sagen, dass es schon Spaß gemacht hat. Mal gab es so Tage, mal gab es so Tage. Also nicht alles hat perfekt geklappt auf einmal, aber ja, wir haben unser Bestes geben.“
Der zdi-Roboterwettbewerb gehört zu den größten Nachwuchswettbewerben für MINT-Fächer in Nordrhein-Westfalen. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche frühzeitig für Technik und Programmierung zu begeistern.