
Passiert ist das am Freitag: Da ärgert sich der Mendener über die vielen kleinen Fliegen in seinem Haus. Er sucht im Internet nach einem Schädlingsbekämpfer und stößt auf einen Anbieter. Der etwa 25-jährige Mann rückt zum vereinbarten Zeitpunkt mit einer Spritzflasche an. Noch bevor er seine Arbeit beginnt, will er 580 Euro für den geplanten Einsatz. Der Fremde lässt sich auf 360 Euro herunterhandeln, doch auch das ist dem Mendener zu viel. Als Ersatz für die vergebliche Fahrt verlangte der Kammerjäger jetzt 50 Euro. Darauf lässt sich der Kunde ein. Die versprochene Quittung bekommt er jedoch nicht. Der Fremde geht vielmehr zu seinem Wagen und kommt nicht wieder. Der Kunde versucht erneut, den Dienst anzurufen, bekommt aber nur die Ansage, dass die Rufnummer nicht existiert.. ie Polizei ermittelt wegen Wuchers...
Hintergrundinfos der Polizei
Die Anreisewege der mutmaßlichen Betrüger zeigen: Die Masche lohnt sich. Teilweise überrumpeln die Betrüger ihre Opfer mit Forderungen, die in den vierstelligen Bereich gehen - oftmals ohne wirkliche Gegenleistung. Typische Betätigungsfelder sind Schlüsseldienste, Beseitigung von Wespennestern oder Ameisenstraßen.
Allein der professionell wirkende Internet-Auftritt bietet keine Garantie für ein seriöses Unternehmen. Deshalb: Ins Impressum schauen! Werden Geschäftsführer etc. namentlich genannt? Wo sitzt das Unternehmen? Birgt allein schon die Anfahrtszeit ein hohes Kostenrisiko für den Kunden? Gibt es Referenzen?
Bereits am Telefon klare Absprachen treffen über den voraussichtlichen Preis, Zusatzkosten oder Stundenlohn. Kommt überhaupt ein Mitarbeiter des Unternehmens oder vergibt dieses einen Auftrag an einen freien Subunternehmer?
Überraschen die Dienste nach Abschluss ihrer Arbeiten mit hohen Preisen? Nicht überrumpeln lassen! Wenn die Mitarbeiter mit der Polizei "drohen", gehen Sie in die Offensive und rufen selbst die Polizei!
Weitere Tipps geben Verbraucherzentralen.