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Tarifrundenstart in der Metall- und Elektroindustrie
© MAV/Roth
stv. Vorsitzender MAV Fabian Schmidt
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Tarifrundenstart in der Metall- und Elektroindustrie

Zum Auftakt der Tarifverhandlungen 2026 in der Metall- und Elektroindustrie warnt der Märkische Arbeitgeberverband vor weiter steigendem Kostendruck. Aus Sicht des MAV brauchen die Unternehmen in der Märkischen Region jetzt vor allem Luft zum Atmen.

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Tarifverhandlungen starten mit klaren Fronten

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Mit dem Auftakt der Tarifverhandlungen in Düsseldorf hat die Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen ihre nächste Tarifrunde begonnen. Dabei war auch der Märkische Arbeitgeberverband mit Vertretern aus der Region vor Ort. Der MAV bezeichnet die Tarifrunde 2026 als eine der schwierigsten der vergangenen Jahrzehnte. Hintergrund seien vor allem hohe Kosten, zunehmender Wettbewerbsdruck und eine angespannte wirtschaftliche Lage in vielen Unternehmen. Die Forderung der IG Metall nach einer Lohnerhöhung von fünf Prozent wird vom Verband deshalb als nicht realistisch eingeschätzt.

„Diese Tarifrunde unterscheidet sich grundlegend von früheren Tarifrunden. Unsere Unternehmen kämpfen nicht mit einer vorübergehenden Konjunkturdelle, sondern müssen sich in einer tiefgreifenden Strukturkrise des Standorts Deutschland gegen erhebliche Verluste an Wettbewerbsfähigkeit behaupten“ - Fabian Schmidt, stellvertretender Vorsitzender des Märkischen Arbeitgeberverbandes.
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MAV sieht Betriebe im Märkischen Kreis unter Druck

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Nach Angaben des Verbandes ist der Druck auf viele Betriebe in Iserlohn, Hagen und der gesamten Märkischen Region hoch. Fabian Schmidt, stellvertretender Vorsitzender des MAV, verweist auf einen hohen Anteil der Lohnkosten an den Einkaufskosten der Unternehmen. Im Durchschnitt liege dieser bei 30 Prozent, im Mittelstand sogar bei 50 Prozent. Aus Sicht des Verbandes verschärft das die Lage vieler Industriebetriebe zusätzlich. Der MAV fordert deshalb tarifpolitische Lösungen, die Investitionen wieder möglich machen und Arbeitsplätze in der Region sichern.

„Wir brauchen deshalb tarifpolitische Lösungen, die den Unternehmen Luft zum Atmen lassen, Investitionen wieder ermöglichen und damit industrielle Wertschöpfung und Jobs sichert“ - Fabian Schmidt, stellvertretender Vorsitzender des Märkischen Arbeitgeberverbandes.

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Sorge um Tarifbindung und Arbeitsplätze in NRW

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Der Märkische Arbeitgeberverband sieht in der aktuellen Tarifrunde nicht nur eine Debatte über Löhne, sondern auch eine wichtige Frage für die Zukunft des Flächentarifvertrags. Nach Einschätzung des MAV kann die Tarifbindung nur dann stabil bleiben, wenn die Abschlüsse auch zur wirtschaftlichen Lage der Betriebe passen. Schmidt erklärte dazu, dass die Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen derzeit Monat für Monat rund 2.500 Arbeitsplätze verliere. Davon seien auch Unternehmen in der Märkischen Region betroffen. Der Verband verbindet damit die Forderung, Tarifpolitik und wirtschaftliche Realität stärker zusammenzudenken.

„Der Flächentarif kann seine Stärke nur bewahren, wenn er Antworten auf die wirtschaftlichen Herausforderungen der Unternehmen vor Ort bietet“ - Fabian Schmidt, stellvertretender Vorsitzender des Märkischen Arbeitgeberverbandes.

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Wie es nach dem Auftakt in Düsseldorf weitergeht

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Zum Start der Verhandlungen wurden zunächst die Positionen von Arbeitgebern und Gewerkschaft ausgetauscht. Weitere Gespräche sollen voraussichtlich noch im Laufe des Oktobers folgen. Ein Ergebnis gibt es damit noch nicht. Klar ist aber schon jetzt, dass die Tarifrunde aus Sicht der Arbeitgeber unter schwierigen Vorzeichen steht. Welche Auswirkungen das am Ende auf Beschäftigte und Unternehmen in der Märkischen Region haben wird, dürfte sich erst in den kommenden Verhandlungsrunden zeigen.

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