
Staatsschutz ermittelt nach Autokorso in Iserlohn
Nach dem Spiel der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM ist es in Iserlohn bei einem Autokorso zu einem polizeilichen Vorfall gekommen. Der Staatsschutz prüft jetzt, ob ein strafrechtlich relevanter Verstoß vorliegt.
Veröffentlicht: Mittwoch, 24.06.2026 14:38
Ermittlungen in Iserlohn nach Fußballspiel
Nach einem Autokorso in Iserlohn ermittelt der Staatsschutz in Hagen wegen des Verdachts auf die Verwendung verfassungswidriger Symbolik. Anlass für das Einschreiten der Behörden war ein Fußballfan, der während der Feierlichkeiten nach einem Spiel der deutschen Nationalmannschaft mit seinem Trikot aufgefallen ist. Es geht dabei um den Anfangsverdacht der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Der Mann wurde zufällig von einem Journalisten gefilmt, wie ein Sprecher der Hagener Polizei sagte.
Umstrittenes Design und NS-Symbolik
Der Fan soll ein Trikot der deutschen Nationalmannschaft mit der Rückennummer 44 und dem Namen „Führer“ getragen haben. Die Gestaltung der Ziffern steht dabei besonders in der Kritik, da sie optisch stark an dem Schriftbild der nationalsozialistischen SS-Runen erinnert.
Weiterer Fall bekannt
Auch in Duisburg kam es zu Empörung durch einen weitern Fan, der öffentlich ein Deutschland-Trikot mit dem Aufdruck "Führer" und der Zahl 44 getragen hat. In Duisburg hatte ein Mann das Trikot bei einem Public Viewing zum Spiel der deutschen Nationalmannschaft in einer Gaststätte getragen. Gegen ihn liegen mehrere Online-Anzeigen vor. Auch hier ermittelt die Polizei bereits über den Fall. Beide Polizeistellen befragen unter anderem Zeugen, um die Identität der Trikotträger zu klären.