
Heftige Kritik an Privatisierungsplänen in Lüdenscheid
Im Märkischen Kreis sorgt die Diskussion um eine mögliche Teil-Privatisierung der Märkischen Kliniken für große Unruhe. Besonders die SPD im Kreistag lehnt die Initiative entschieden ab und warnt vor den Folgen für die Gesundheitsversorgung in Lüdenscheid und Werdohl. Die Sozialdemokraten betonen, dass ein Verkauf profitabler Bereiche nicht nur Gewinne kosten würde, sondern auch die Versorgungssicherheit gefährden könnte. Die Märkischen Kliniken, zu denen das Klinikum Lüdenscheid und die Stadtklinik Werdohl gehören, übernehmen demnach eine zentrale Rolle für die gesamte Region Südwestfalen.
SPD Lüdenscheid: Gesundheitsversorgung in Gefahr
Fabian Ferber, Fraktionsvorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, äußert sich klar gegen die Privatisierungspläne. Er weist darauf hin, dass die Märkischen Kliniken als Haus der Maximalversorgung eine wichtige Funktion für Südwestfalen erfüllen. Die Finanzierung durch das Land und die Krankenkassen sei jedoch nicht ausreichend, was viele kommunale Krankenhäuser in die Verlustzone treibe. Ferber betont, dass der Betrieb der Kliniken zur Daseinsvorsorge gehört und Leitung sowie Aufsichtsrat bei der Sanierung im Plan liegen. Bei einer Privatisierung stünden sofort wichtige Einrichtungen zur Disposition - dabei seien kreisweit beispielsweise schon zu viele Geburtsstationen aus Kostengründen geschlossen worden.
Städte im Märkischen Kreis uneins über Klinikfinanzierung
Die Finanzierung der Märkischen Kliniken sorgt auch innerhalb des Märkischen Kreises für Streit. Vier Städte aus dem Nordkreis klagen gegen die Mitfinanzierung der Kliniken im Südkreis, da der hohe Zuschussbedarf auf die Haushalte drückt. Die SPD mahnt jedoch zur Besonnenheit und fordert, dass Bund und Land die Kommunen stärker unterstützen müssen. Der Märkische Kreis habe die Aufgabe, die Gesundheitsinfrastruktur zu sichern und dürfe nicht zulassen, dass durch Privatisierung weitere wichtige Einrichtungen zur Disposition stehen.