
SPD-Antrag: Bezahlbares Wohnen für Auszubildende in Iserlohn
Die SPD-Fraktion im Iserlohner Stadtrat will bezahlbaren Wohnraum für Auszubildende in der Stadt prüfen lassen. Als Vorbild dient das AzubiQuartier Handwerk in Dortmund, wo 112 öffentlich geförderte Wohnplätze für Auszubildende entstehen.
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SPD stellt Antrag im Planungsausschuss
Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Iserlohn hat einen Antrag an den Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung gestellt. Darin fordert sie, die Möglichkeiten zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Auszubildende in Iserlohn zu prüfen. Hintergrund ist die Einschätzung der Fraktion, dass die Wohnungssuche für junge Menschen, die für ihre Ausbildung nach Iserlohn ziehen, eine erhebliche Herausforderung darstellen kann. Die SPD sieht bezahlbaren Wohnraum als möglichen zusätzlichen Standortfaktor für den Ausbildungsstandort Iserlohn. Dies betreffe nach Angaben der Fraktion Handwerk, Industrie und Handel sowie den Pflege- und Gesundheitsbereich gleichermaßen. Im Märkischen Kreis haben besonders junge Menschen große Schwierigkeiten, bezahlbaren Wohnraum zu finden - laut IG BAU wohnen zahlreiche Auszubildende weiterhin bei ihren Eltern, oft weil die Mietpreise zu hoch sind.
Dortmunder Modell als Vorbild für Iserlohn
Als konkretes Vorbild nennt die SPD-Fraktion das AzubiQuartier Handwerk in Dortmund. Dort entstehen derzeit 112 öffentlich geförderte Wohnplätze für Auszubildende sowie Gemeinschaftsräume. Das Projekt wird nach Angaben der Fraktion von Organisationen des Handwerks getragen und durch die öffentliche Wohnraumförderung des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt. Die Stadt Dortmund hat die Entwicklung des Projekts über ihr Amt für Wohnen begleitet. Die SPD schlägt vor, dieses Modell auf seine Übertragbarkeit auf Iserlohn zu prüfen. Auch mögliche Standorte sowie geeignete Bestandsimmobilien sollen dabei in den Blick genommen werden.
Welche Akteure sollen einbezogen werden?
Der Beschlussvorschlag der SPD sieht vor, dass die Stadtverwaltung gemeinsam mit relevanten Partnern tätig wird. Dazu zählen nach dem Antrag die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, Ausbildungsbetriebe, Kammern, Innungen und Ausbildungseinrichtungen. Auch die Möglichkeiten der öffentlichen Wohnraumförderung des Landes NRW sollen geprüft werden. Als kommunales Wohnungsunternehmen soll zudem die IGW in die Überlegungen einbezogen werden. Auf Grundlage der Ergebnisse soll die Verwaltung einen Vorschlag für das weitere Vorgehen erarbeiten - und gegebenenfalls ein Iserlohner Modellprojekt entwickeln. Die Gewinnung geeigneter Auszubildender bleibt für viele Unternehmen im Bezirk der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer eine große Herausforderung - im vergangenen Ausbildungsjahr blieb mehr als jeder vierte Ausbildungsplatz unbesetzt.