
Sparpaket in Iserlohn: Was für Bürger jetzt teurer wird
Der Stadtrat in Iserlohn hat ein massives Sparpaket beschlossen, um die Stadtkasse bis zum Jahr 2035 wieder ins Plus zu führen. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet das steigende Steuern und höhere Kosten in vielen Lebensbereichen der Stadt.
Veröffentlicht: Freitag, 27.03.2026 05:54
Höhere Steuern und Gebühren für Iserlohner
Der Stadtrat von Iserlohn hat in dieser Woche die Weichen für die finanzielle Zukunft der Stadt gestellt. Um das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts bis 2035 zu erreichen, müssen die Einwohner mit deutlichen Mehrbelastungen rechnen. Bereits ab dem Jahr 2026 steigen die Hundesteuer sowie die Vergnügungssteuer für lokale Betriebe an. In den kommenden Jahren folgen zudem Erhöhungen bei der Grundsteuer für Immobilienbesitzer und Mieter sowie bei der Gewerbesteuer. Auch Autofahrer müssen tiefer in die Tasche greifen, da die Parkgebühren in der Stadt angehoben werden. Kulturliebhaber sind ebenfalls betroffen, denn die Eintrittspreise für das beliebte Parktheater werden demnächst teurer.
Massive Kürzungen bei Personal und Stadtbild
Neben den Einnahmen durch höhere Steuern setzt die Stadt Iserlohn auch auf drastische Einsparungen in der eigenen Verwaltung. In den nächsten Jahren sollen insgesamt rund 140 Stellen gestrichen werden, um die Personalkosten nachhaltig zu senken. Dies könnte langfristig auch Auswirkungen auf die Verfügbarkeit und Schnelligkeit von kommunalen Dienstleistungen für die Bürger haben. Im Stadtbild werden die Sparmaßnahmen ebenfalls deutlich sichtbar sein, da die Straßenbeleuchtung künftig reduziert wird. Zusätzlich wird bei der Stadtreinigung der Rotstift angesetzt, was zu Veränderungen bei Sauberkeit oder Winterdienst führen könnte.
Ende des Sponsorings für die Iserlohn Roosters
Ein besonders prominenter Punkt des Sparpakets betrifft den lokalen Sport und das Stadtmarketing. Die Stadt Iserlohn wird das bisherige Sponsoring für die Iserlohn Roosters komplett einstellen, um 10.000 Euro jährlich einzusparen. Das gesamte Paket ist darauf ausgelegt, das massive Defizit der Stadt schrittweise abzubauen und finanzielle Stabilität zurückzugewinnen. Trotz der harten Einschnitte sieht die Politik diesen Weg als alternativlos an, um die Handlungsfähigkeit Iserlohns zu sichern.
