
MK: Polarlichter am Himmel
Ein seltenes Naturspektakel hat sich in der vergangenen Nacht über dem Märkischen Kreis abgespielt: Bis in die frühen Morgenstunden waren bunte Polarlichter am Himmel zu beobachten. Grund für die außergewöhnliche Erscheinung war ein starker Sonnensturm. Himmelsbeobachter im Märkischen Kreis staunten nicht schlecht, als sie in der Nacht die charakteristischen grünlichen und rötlichen Lichter am Himmel entdeckten. Normalerweise sind Polarlichter nur in den nördlichen Regionen wie Skandinavien oder Island zu sehen. Dass sie bis nach Deutschland und sogar in den Märkischen Kreis reichen, ist äußerst selten und ein besonderes Ereignis für Astronomie-Fans.
Sonnensturm macht seltenes Ereignis möglich
Verantwortlich für das spektakuläre Himmelsschauspiel war ein starker Sonnensturm, der die Erdatmosphäre erreichte. Bei einem Sonnensturm sendet die Sonne verstärkt geladene Teilchen ins All, die als Sonnenwind bezeichnet werden. Diese Teilchen breiten sich mit enormer Geschwindigkeit durchs Weltall aus und treffen auf die Erde. Besonders gut sichtbar waren die Polarlichter in den ländlichen Gegenden des Märkischen Kreises, wo die Lichtverschmutzung geringer ist.
So entstehen die farbigen Himmelslichter
Polarlichter entstehen durch ein faszinierendes Zusammenspiel zwischen der Sonne und dem Magnetfeld der Erde. Wenn die geladenen Teilchen des Sonnenwinds auf das Erdmagnetfeld treffen, werden sie zu den magnetischen Polen der Erde geleitet. Dort dringen sie in die oberen Schichten der Atmosphäre ein und kollidieren mit Sauerstoff- und Stickstoffatomen. Diese Kollisionen erzeugen das charakteristische farbige Leuchten am Himmel. Die Farben der Polarlichter hängen von der Art der Luftmoleküle ab, mit denen die Sonnenteilchen kollidieren. Grünes Licht entsteht durch Sauerstoffatome in etwa 100 bis 300 Kilometern Höhe, während rotes Licht in noch größeren Höhen durch Sauerstoff erzeugt wird. Blaues und violettes Licht können durch Stickstoffmoleküle entstehen.