
Solar-Ausbau im Märkischen Kreis legt weiter zu
Die Solarenergie im Märkischen Kreis wächst weiter: Im September 2026 sind fast 16.000 Dachanlagen registriert. Trotz des deutlichen Zuwachses ist das Dach-Potenzial im Kreis laut Energieatlas NRW erst zu gut 13 Prozent ausgeschöpft - das beichtet das Portal nmeinsolarportal.de.
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Fast 16.000 Solaranlagen im Märkischen Kreis
Im Märkischen Kreis gibt es immer mehr Solaranlagen auf Dächern. Nach den aktuellen Zahlen des Energieatlas NRW sind im Kreis 15.871 Dachanlagen mit zusammen 247,8 Megawatt Peak installiert. Das sind 1.082 Anlagen mehr als noch ein Jahr zuvor. Dazu kommen 8.378 gemeldete Balkonkraftwerke und 10.317 Batteriespeicher. Die Daten basieren auf dem Marktstammdatenregister und haben den Stand September 2026.
Iserlohn, Menden und Lüdenscheid vorn
Die meiste installierte Leistung gibt es demnach im Kreis in Iserlohn. Dort kommen die registrierten Dachanlagen zusammen auf 46,8 Megawatt Peak. Dahinter folgen Menden mit 37,8 Megawatt Peak und Lüdenscheid mit 24,7 Megawatt Peak. Auch bei der Zahl der Dachanlagen liegt Iserlohn mit 3.081 vorn. Menden kommt auf 2.429 Anlagen, Lüdenscheid auf 1.624.
Balve hat den höchsten Solaranteil
Beim Anteil von Solarstrom am eigenen Stromverbrauch liegt nicht die größte Stadt vorne, sondern Balve. Dort deckte Solarstrom im Jahr 2025 rund 19,6 Prozent des Stromverbrauchs. Dahinter folgen Herscheid mit 18,7 Prozent und Neuenrade mit 15,5 Prozent. Für den gesamten Märkischen Kreis liegt der Solaranteil bei 8,8 Prozent. Das entspricht 233 Gigawattstunden Solarstrom im Jahr 2025 im Vergleich zu einem Stromverbrauch von 2.646 Gigawattstunden im Jahr 2024.
Industrie drückt den Kreiswert
Dass der Solaranteil im Kreis insgesamt vergleichsweise niedrig ausfällt, hängt auch mit dem hohen Stromverbrauch der Industrie zusammen. Vor allem Standorte wie Iserlohn, Lüdenscheid oder Werdohl haben einen besonders hohen Energiebedarf. Werdohl kommt deshalb trotz Solarstrom nur auf einen Anteil von 4,5 Prozent, Lüdenscheid auf 4,6 Prozent. Das zeigt, dass der Ausbau der Photovoltaik zwar vorankommt, der Strombedarf in einigen Städten aber besonders hoch bleibt.
Viel Potenzial auf den Dächern im Kreis
Nach Angaben des LANUK-Solarkatasters liegt das installierbare Dach-Potenzial in den 15 Kommunen des Märkischen Kreises bei rund 1,87 Gigawatt Peak. Bislang sind davon erst 13,3 Prozent genutzt. Rechnerisch bleiben damit rund 1.620 Megawatt Peak auf geeigneten Dachflächen noch ungenutzt. Das bedeutet: Der nächste große Ausbauschritt könnte vor allem auf bestehenden Gebäuden stattfinden. Auch deshalb bleibt die Solarenergie ein wichtiges Thema für die Energiewende im Märkischen Kreis.
Speicher und Balkonkraftwerke spielen größere Rolle
Neben den klassischen Dachanlagen wächst auch die Bedeutung von Batteriespeichern und Steckersolargeräten. Im Kreis sind inzwischen mehr als 10.000 Batteriespeicher registriert. Damit kommen im Schnitt rund 65 Speicher auf 100 Dachanlagen. Gleichzeitig sind 8.378 Balkonkraftwerke gemeldet. Sie gelten als einfache Möglichkeit, auch ohne großes Dach selbst Solarstrom zu erzeugen.