
Smart-City-Förderung in Menden abgeschlossen
Nach sieben Jahren endet das Bundesförderprogramm „Modellprojekte Smart Cities" für Menden - mit elf abgeschlossenen Projekten, rund 3,3 Millionen Euro Fördervolumen und einer digitalen Infrastruktur, die dauerhaft erhalten bleibt.
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Sieben Jahre Smart City Menden
Seit 2019 hat die Stadt Menden gemeinsam mit der mendigital GmbH und weiteren Partnern am Bundesförderprogramm „Modellprojekte Smart Cities" gearbeitet. Mit einem Fördervolumen von rund 3,3 Millionen Euro wurden insgesamt 33 Projektideen geprüft, elf davon erfolgreich abgeschlossen. Sieben weitere Projekte wurden anderweitig finanziert. Mit dem Ende der Förderung ist die digitale Transformation der Stadt aber nicht abgeschlossen: Das Fundament steht, die Entwicklung geht weiter.
Sensoren, Apps und Workshops: Was in Menden entstanden ist
Die Ergebnisse des Smart-City-Projekts sind konkret und messbar. Über 350 Sensoren im Stadtgebiet erfassen Wetterdaten, Pegelstände, Verkehr und Raumklima - täglich werden mehr als 17.500 Dateneinträge verarbeitet. Ein öffentliches Dashboard zeigt freie Behindertenparkplätze in der Innenstadt an. Mit der „ARound Menden"-App lässt sich die Stadtgeschichte per Augmented Reality erkunden. In der Zukunfts.Werk.Stadt nahmen über 3.300 Menschen an mehr als 135 Workshops zu Themen wie Künstlicher Intelligenz, Virtual Reality und 3D-Druck teil. Bewährte Angebote wie die Smartphone-Sprechstunde für Seniorinnen und Senioren finden im Hönnetreff eine neue Heimat.
„Mit der Datenplattform haben wir eine wichtige Grundlage geschaffen, um Daten sinnvoll zu nutzen und daraus einen echten Mehrwert zu schaffen." - Svenja Schönert, Geschäftsführerin mendigital GmbH
Herausforderungen und Erkenntnisse aus sieben Jahren Digitalisierung
Der Weg zur Smart City verlief nicht immer reibungslos. Der Cyberangriff auf den IT-Dienstleister Südwestfalen-IT führte zu erheblichen Verzögerungen. Einzelne Sensoren funktionierten nicht zuverlässig, andere ließen sich nur mit zusätzlichem Aufwand in bestehende Systeme integrieren. Wie Radio MK berichtete, arbeitet die Stadt Menden bereits seit Jahren an ihrer digitalen Infrastruktur - die Erfahrungen aus dem Förderprojekt zeigen nun, wie wichtig frühzeitige Abstimmung und flexible Weiterentwicklung sind. Die wichtigste Erkenntnis: Digitalisierung ist keine rein technische, sondern auch eine organisatorische Aufgabe.
„Das Fundament steht, erste Mauern sind errichtet. Jetzt kommt es darauf an, gemeinsam das Innere zu füllen und Digitalisierung als selbstverständlichen Bestandteil unserer Arbeit zu verankern." - Jasmin Grünschläger, Digitalisierungsbeauftragte der Stadt Menden
Wie geht es weiter mit der digitalen Stadt Menden?
Das Ende der Förderung bedeutet keinen Stillstand. Die Datenplattform soll stärker in Verwaltungsprozesse eingebunden werden, neue Anwendungsfälle gezielt nach ihrem Nutzen ausgewählt werden. Die smarten Sensoren in Menden liefern weiterhin die Datenbasis für eine datengestützte Stadtentwicklung. Dabei sollen die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger ebenso im Mittelpunkt stehen wie die Anforderungen der Verwaltung. Digitale Lösungen sind laut Stadt dann langfristig erfolgreich, wenn sie verständlich, zugänglich und im Alltag tatsächlich hilfreich sind.