
Sicherer Karneval: Menden mit Kampagne gegen K.O.-Tropfen
Die Stadt Menden startet gemeinsam mit der Karnevalsgesellschaft Kornblumenblau eine Sensibilisierungskampagne gegen K.O.-Tropfen. 1.000 Flyer und Testbändchen sollen für einen sichereren Karneval sorgen.
Veröffentlicht: Donnerstag, 05.02.2026 08:22
Menden: Kampagne gegen K.O.-Tropfen zum Karneval
Die Stadt Menden plant gemeinsam mit der Mendener Karnevalsgesellschaft Kornblumenblau eine umfassende Sensibilisierungskampagne gegen K.O.-Tropfen zur Karnevalssaison. Gemeinsam möchten sie über die Risiken der gefährlichen Substanzen aufklären und zu einem sicheren Miteinander beim diesjährigen Karneval beitragen. Die Kampagne richtet sich besonders an junge Frauen und soll Aufmerksamkeit für das Thema schaffen.
1.000 Flyer und Testbändchen für Mendener Karneval
Für die Aktion wurden 1.000 Flyer und Plakate gedruckt, die bereits in der Stadt ausgelegt wurden. Die Flyer liegen bereits an Schulen und Berufskollegs aus und sollen jetzt noch in Restaurants, Kneipen und im Einzelhandel verteilt werden - überall dort, wo Menschen auch außerhalb des Karnevalszelts feiern. Zusätzlich soll es spezielle Bändchen geben, mit denen K.O.-Tropfen in Getränken festgestellt werden können. Auf den Flyern steht, was K.O.-Tropfen sind, wie man merkt, dass man welche bekommen hat, was bei Verdacht zu tun ist und wie man Freunden helfen kann, die Opfer geworden sind. Außerdem stehen wichtige Notfallnummern darauf: der Notruf (112) und das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" (116 016). Auf jedem Flyer befindet sich auch ein QR-Code, über den Interessierte auf die Webseite der Karnevalsgesellschaft geleitet werden. Zusätzlich gibt es QR-Codes für den Verein selbst und auch vom Weißen Ring, der Opfern von Straftaten hilft. Das Thema Sicherheit beim Karneval ist in Menden nicht neu - bereits in der Vergangenheit kam es zu Gedränge und Belästigungen.
Auswertung und Übertragung auf andere Veranstaltungen
Nach der Kampagne sollen die Maßnahmen ausgewertet werden und auch für andere Veranstaltungen in der Stadt Menden übernommen werden. Sollte die Karnevalsgesellschaft jemanden beim Einsatz von K.O.-Tropfen erwischen, wird der Verein Anzeige erstatten. An der stadtweiten Aktion beteiligen sich auch das Ordnungsamt, Sanitäter und der Sicherheitsdienst - alle können jederzeit angesprochen werden.
