
Jedes elfte Grundschulkind im Märkischen Kreis trägt eine Brille
Wer die Buchstaben an der Tafel nicht richtig erkennen kann, hat es im Unterricht schwer. Eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest zeigt, dass im Märkischen Kreis derzeit 8,7 Prozent der Grundschulkinder zwischen sechs und zehn Jahren eine Brille tragen. Bei den Kindergartenkindern sind es 5,7 Prozent. Die Krankenkasse warnt davor, dass viele Sehschwächen zunächst unentdeckt bleiben, weil Kinder den Unterschied oft selbst gar nicht bemerken.
Unentdeckte Sehschwächen mindern den Lernerfolg deutlich
Für euch als Eltern bedeutet das, die Augen eures Nachwuchses gut im Blick zu behalten. Schlechtes Sehen tut zwar nicht weh, führt aber im Schulalltag schnell zu Problemen. Laut der AOK ermüden betroffene Kinder schneller, haben Konzentrationsschwierigkeiten oder verlieren die Motivation. Warnsignale können auch häufige Kopfschmerzen, brennende Augen oder ständiges Blinzeln sein.
Krankenkassen übernehmen Brillenkosten bis zum 18. Lebensjahr
Um einen Schulstart mit Sehdefiziten zu vermeiden, sollten alle Vorsorgeuntersuchungen - besonders die U9 kurz vor Schulbeginn - beim Kinderarzt wahrgenommen werden. Dort steht der Sehsinn im Fokus. Bei Auffälligkeiten ist der Gang zum Augenarzt in jedem Fall ratsam. Es gibt weitere Anzeichen im Alltag, die auf eine Fehlsichtigkeit hindeuten können. Wenn Kinder häufig stolpern, den Kopf schief halten, sehr nah an Bücher oder Bildschirme herangehen oder im Dunkeln Probleme haben, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Ein erhöhtes Risiko besteht zudem bei Frühgeburten oder wenn Augenkrankheiten in der Familie liegen.