
Schweinezuchtbetrieb in Halver weiter unter Beobachtung
Nach massiven Tierschutzverstößen in einem Schweinezuchtbetrieb in Halver-Hohenplanken hat der Betreiber seinen Tierbestand deutlich reduziert. Das Veterinäramt des Märkischen Kreises hält den Betrieb weiterhin unter Beobachtung.
Veröffentlicht: Freitag, 13.03.2026 06:55
Tierbestand in Halver nach Verstößen reduziert
Nach den aufgedeckten Tierschutzverstößen in einem Schweinezuchtbetrieb in Halver-Hohenplanken hat der Betreiber seinen Tierbestand deutlich reduziert. Das geht aus einer Mitteilung des Landrates für die Kreistagssitzung am 19. März hervor. In den vergangenen zehn Jahren war der Betrieb insgesamt 22 Mal kontrolliert worden, wobei bei jeder dritten Kontrolle Mängel festgestellt wurden - so die schriftliche Antwort des Kreises. Das Veterinäramt des Märkischen Kreises hat den Betrieb seit November 2025 dreimal kontrolliert. Neue oder wiederholte Verstöße konnten dabei nicht festgestellt werden. Der Betrieb unterliegt weiterhin der höchsten Risikostufe und steht unter Beobachtung.
Tierschützer dokumentierten schwerwiegende Mängel im Stall
Die Tierrechtsorganisation ANINOVA hatte schwere Vorwürfe erhoben und Fotos und Videos veröffentlicht, die massive Verstöße gegen das Tierschutzgesetz zeigen - darunter verletzte, abgemagerte Tiere, verendete Ferkel und unhygienische Zustände. Seit rund zehn Jahren traten demnach dort immer wieder dieselben Mängel auf: kranke und verletzte Tiere, defekte Tränken, beschädigte Spaltenböden sowie Schwierigkeiten bei Hygiene und Kadaverlagerung.
Grüne beantragten Sachstandsbericht im Kreistag
In einer offiziellen Anfrage an den Landrat Ralf Schwarzkopf forderte die Kreistagsfraktion der Grünen lückenlose Aufklärung im Fall des Schweinezucht-Skandals in Halver-Hohenplanken. Darin verlangten die Grünen Auskunft über Häufigkeit und Ergebnisse der bisherigen Kontrollen, über festgestellte Mängel, verhängte Auflagen und die Gründe dafür, warum bislang kein Tierhalteverbot ausgesprochen wurde. Die Kreistagsfraktion der Grünen hatte den Sachstandsbericht im Dezember beantragt - der Landrat legt ihn nun zur Sitzung am 19. März vor.