
Schulcontainer in Iserlohn kommen später
In Iserlohn verzögert sich die Anlieferung neuer Schulcontainer für das Märkische Gymnasium und das Gymnasium Letmathe. Die zusätzlichen Räume für den G8/G9-Bedarf können nach Angaben der Stadt voraussichtlich erst nach den Herbstferien genutzt werden.
Veröffentlicht: Mittwoch, 22.07.2026 05:11
Platzprobleme an Iserlohner Gymnasien
An zwei Gymnasien in Iserlohn verzögert sich die Errichtung neuer Containeranlagen. Betroffen sind das Märkische Gymnasium Iserlohn und das Gymnasium Letmathe. Die zusätzlichen Räume werden dort wegen des steigenden Platzbedarfs für den Wechsel beziehungsweise die Rückkehr zu G9 benötigt. Nach Angaben der Stadt können die Container nun aber nicht wie geplant zum Start nach den Sommerferien genutzt werden. Die Inbetriebnahme wird derzeit erst nach den Herbstferien erwartet.
Firma liefert zu spät
Nach Angaben des Kommunalen Immobilien Managements liegen die Ursachen für die Verzögerung nach aktuellem Kenntnisstand im Verantwortungsbereich der beauftragten Firma. Die Stadt teilt mit, dass die Verwaltung nach dem politischen Beschluss und der Bereitstellung der Haushaltsmittel alle nötigen Schritte zur Umsetzung eingeleitet habe. Dazu gehörten demnach die Vorbereitung des Genehmigungsverfahrens, die Erschließungsplanung sowie Gutachten und weitere Nachweise. Auch Ausschreibung und Auftragsvergabe seien planmäßig erfolgt. Vertraglich vereinbart war eine Fertigstellung bis zum 7. August 2026 für das Märkische Gymnasium Iserlohn und bis zum 14. August 2026 für das Gymnasium Letmathe.
Stadt Iserlohn prüft rechtliche Schritte
Laut Stadtverwaltung hatte die beauftragte Firma bis zuletzt keine Hinweise auf Probleme im Zeitplan gegeben. In regelmäßigen Gesprächen sei der planmäßige Verlauf immer wieder bestätigt worden. Erst am 17. Juli 2026 habe die Firma mitgeteilt, dass sich die Anliefertermine verschieben. Nach aktuellem Stand sollen die Container für beide Schulen nun ab dem 17. August 2026 geliefert werden. Das Rechtsamt ist laut Stadt bereits eingeschaltet und begleitet die Durchsetzung vertraglicher Ansprüche, auch mögliche Folgekosten werden geprüft.
Übergangslösungen an den Gymnasien
Durch die verspätete Lieferung verschieben sich nicht nur die Aufstellung der Container, sondern auch der weitere Ausbau, die Einrichtung und die Möblierung. Für die Schulen bedeutet das zusätzlichen organisatorischen Aufwand zum Start ins neue Schuljahr. Besonders wichtig sind die zusätzlichen Räume wegen des Bedarfs durch G9. Am Dienstag, 21. Juli, hat es dazu nach Angaben der Stadt ein Gespräch mit den betroffenen Schulleitungen gegeben. Dabei wurden das weitere Vorgehen und mögliche Interimslösungen besprochen.
Lösung für das Gymnasium Letmathe
Für das Gymnasium Letmathe gibt es laut Stadt bereits eine schulinterne Übergangslösung im vorhandenen Gebäudebestand. Damit soll die Zeit bis zur Aufstellung der Container überbrückt werden. Die Verwaltung steht nach eigenen Angaben in engem Austausch mit der beauftragten Firma und den Schulleitungen. Gleichzeitig sollen die Auswirkungen der Verzögerung für die Schulen so gering wie möglich gehalten werden. Auch die politischen Gremien und die betroffenen Schulen sollen fortlaufend über den weiteren Verlauf informiert werden.