
Schock in Meinerzhagen: Hund stirbt an Köder
In Meinerzhagen ermittelt die Polizei nach einem tödlichen Vorfall mit einem präparierten Fleischköder. An der Dränkerkampstraße soll ein Hund Tatar mit Rasierklingen gefressen haben und später trotz Not-OP gestorben sein.
Veröffentlicht: Dienstag, 16.06.2026 10:41
Rasierklingen töten Hund
In Meinerzhagen hat ein offenbar mit Rasierklingen präparierter Fleischköder den Tod eines Hundes verursacht. Nach Angaben der Polizei wurde der Köder an der Dränkerkampstraße ausgelegt. Eine Hundehalterin meldete sich am heutigen Vormittag (16. 06.) auf der Wache in Meinerzhagen und erstattete Anzeige. Sie berichtete, dass ihr Hund bereits am Montagvormittag (15.06.) etwas verschlungen habe. Sie habe das noch bemerkt, den Hund aber nicht mehr rechtzeitig davon abhalten können.
Not-OP: Zehn Rasierklingen im Magen
Nach dem Vorfall soll sich der Zustand des Tieres in den Stunden danach deutlich verschlechtert haben. Der Hund kam laut Polizei in eine Tierklinik und wurde dort notoperiert. Während des Eingriffs entfernten die Ärzte nach Polizeiangaben insgesamt zehn Rasierklingen sowie eine größere Menge Tatar aus dem Magen des Hundes. Trotz der Operation starb das Tier in der Nacht zum Dienstag. Die Polizei spricht von einem Vorfall, der nach dem Tierschutzgesetz strafrechtlich geprüft wird.
Polizei in Meinerzhagen sucht nach Zeugen
Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und bittet jetzt um Hinweise aus der Bevölkerung. Gesucht werden Zeugen, die in den vergangenen Tagen an der Dränkerkampstraße oder in der Umgebung verdächtige Personen beobachtet haben könnten. Dabei geht es vor allem um mögliche Hinweise darauf, wer den Köder dort ausgelegt haben könnte. Wer etwas gesehen hat, soll sich bei der Polizei in Meinerzhagen unter 02354/9199-0 melden. Weitere gesicherte Informationen zu möglichen Tatverdächtigen oder einem genauen Tatzeitpunkt liegen bislang nicht vor.
Sorge bei Hundebesitzern in Meinerzhagen
Der Fall dürfte viele Hundebesitzer in Meinerzhagen beunruhigen. Die Polizei nennt in ihrer Meldung zwar keine weiteren betroffenen Tiere, der Vorfall zeigt aber, wie gefährlich ausgelegte Köder sein können. Gerade auf Spazierwegen und an Straßenrändern sollten Halter deshalb besonders aufmerksam sein. Wichtig ist dabei aber auch: Gesichert ist bislang nur der jetzt angezeigte Fall an der Dränkerkampstraße. Die weiteren Ermittlungen übernimmt die Polizei.