
Illegaler Steg am Sorpesee entdeckt
An der Sorpetalsperre haben Unbekannte einen provisorischen Steg aus alten Brettern und Rohren gebaut. Nach Angaben des Ruhrverbands wurden dabei Kanister als Auftriebskörper genutzt, in denen sich zuvor hochgiftige und stark gewässergefährdende Natronbleichlauge befunden hatte. Der Verband spricht von einem besonders drastischen Fall rücksichtslosen Verhaltens. Der Steg wurde inzwischen aus dem Wasser entfernt. Außerdem hat der Ruhrverband Anzeige gegen Unbekannt erstattet und bittet um Hinweise auf die Verantwortlichen.
Gefahr für Menschen und Umwelt
Nach Angaben des Ruhrverbands war der Behelfssteg nicht nur illegal, sondern auch gefährlich für Mensch und Natur. Wer Anlagen ohne Genehmigung an einem Gewässer errichtet oder Müll dort entsorgt, begeht demnach Ordnungswidrigkeiten. Im Fall der verwendeten Kanister kommt laut Verband hinzu, dass eine mögliche Gewässerverunreinigung auch strafbar sein kann. Die Entsorgung des Materials verursacht zusätzliche Kosten. Wenn die Verursacher nicht gefunden werden, muss am Ende die Allgemeinheit dafür aufkommen.
Polizei-Einsatz an der Möhnetalsperre
Auch an der Möhnetalsperre hat es zuletzt Probleme gegeben. Dort sprangen Jugendliche trotz Verboten ins Wasser. Laut Ruhrverband ignorierten sie die Warnungen von DLRG und Ordnungsamt so hartnäckig, dass die Polizei zur Unterstützung hinzugezogen werden musste. Der Verband warnt erneut, dass Sprünge in Talsperren lebensgefährlich sind. Der Grund: Durch den schwankenden Wasserstand können sich Tiefe und Untergrund ständig verändern.
Ruhrverband erinnert an Regeln
Der Ruhrverband appelliert deshalb an alle Besucher, sich an die geltenden Regeln zu halten. Dazu gehört, nur an ausgewiesenen Badestellen ins Wasser zu gehen. Außerdem sollen Gäste keinen Müll hinterlassen und keine Schäden verursachen. Auch das Grillverbot auf den Uferflächen und das Rauchverbot im Wald müssten beachtet werden. Zusätzlich meldet der Verband, dass an der Sorpetalsperre mehrere Bäume beschädigt worden seien. Auch dazu wurde Anzeige erstattet.
