
Rotaviren im Märkischen Kreis: Fälle mehr als verdoppelt
Im Märkischen Kreis ist die Zahl der Rotavirus-Infektionen im Jahr 2025 auf 160 gemeldete Fälle gestiegen - mehr als doppelt so viele wie noch 2024. Die AOK empfiehlt Eltern, ihre Säuglinge gegen Rotaviren impfen zu lassen.
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Rotavirus-Fälle im Märkischen Kreis stark gestiegen
Die Zahl der Rotavirus-Infektionen im Märkischen Kreis hat sich binnen eines Jahres mehr als verdoppelt. Das geht aus Zahlen des Robert-Koch-Instituts hervor, auf die die AOK hinweist. Wurden 2024 noch 73 Fälle gemeldet, waren es 2025 bereits 160. Rotaviren lösen Durchfall, Erbrechen und Bauchschmerzen aus. Bei Säuglingen und Kleinkindern verläuft die Erkrankung häufig schwerer als bei Erwachsenen. Wenn der Flüssigkeitsverlust nicht ausgeglichen werden kann, kann der Zustand nach Angaben der AOK lebensbedrohlich werden.
„Rotaviren sind einer der häufigsten Erreger für schwere Magen-Darm-Erkrankungen bei Kindern. Aufgrund der steigenden Zahlen raten wir allen Eltern, unbedingt die empfohlenen Impfungen bei Säuglingen vorzunehmen und auf bestimmte Hygieneregeln zu achten." - Dirk Schneider, AOK-Serviceregionsleiter
Rotavirus-Impfung für Säuglinge im Märkischen Kreis: Kosten übernimmt die Kasse
Gegen Rotaviren gibt es keine Medikamente - behandelt werden können nur die Beschwerden. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt daher eine Schluckimpfung für Säuglinge. Die Kosten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen. Je nach eingesetztem Impfstoff sind zwei oder drei Dosen im Mindestabstand von vier Wochen notwendig. Eltern im Märkischen Kreis sollten das Thema beim nächsten Kinderarzttermin ansprechen. Neben Säuglingen und Kleinkindern gelten auch Senioren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem als besonders gefährdet.
„Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt für Säuglinge eine Schluckimpfung gegen Rotaviren, die von den gesetzlichen Krankenkassen für ihre Versicherten bezahlt wird." - Dirk Schneider, AOK-Serviceregionsleiter
Übertragung und Hygiene
Rotaviren sind hochansteckend und leicht übertragbar - auch Erwachsene können sich infizieren. Die Übertragung erfolgt laut AOK meist über eine Schmierinfektion: Kleinste Stuhlreste an den Händen gelangen in den Mund und von dort in den Verdauungstrakt. Auch verunreinigte Gegenstände wie Türgriffe, Toiletten oder Armaturen können Viren übertragen. Die AOK empfiehlt deshalb regelmäßiges Händewaschen mit Seife sowie die Verwendung geeigneter Desinfektionsmittel. Das Robert-Koch-Institut rät zu Produkten der Wirkkategorie „begrenzt viruzid PLUS" oder „viruzid". Weitere Informationen sind in Apotheken erhältlich.