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Rollstuhl-Basketball: Hemeraner Schüler setzen Zeichen
© Symbolbild: Radio MK, Dominik Pfeiffer
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Rollstuhl-Basketball: Hemeraner Schüler setzen Zeichen

In Hemer rücken die Europaschule und die LWL-Felsenmeerschule durch neue gemeinsame Projekte und Aktionen enger zusammen. Ein besonderes Highlight der Kooperation ist ein geplantes Basketballturnier, bei dem alle Teilnehmenden im Rollstuhl gegeneinander antreten.

Veröffentlicht: Dienstag, 31.03.2026 05:12

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Gemeinsame Projekte in Hemer

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Die Schülervertretungen der Europaschule am Friedenspark und der LWL-Felsenmeerschule in Hemer haben sich zu einer ersten gemeinsamen Tagung getroffen. Ziel dieses Treffens in der Aula der Europaschule war ein offener Austausch über Themen, die die Jugendlichen beider Schulen im Alltag bewegen. Dabei stellten die Schülerinnen und Schüler fest, dass sie trotz unterschiedlicher Schulformen viele ähnliche Anliegen und Wünsche haben. Es ging in den Gesprächen vor allem um die Mitbestimmung im Schulalltag und ein respektvolles Miteinander. Aus der direkten Nachbarschaft der beiden Einrichtungen soll nun eine feste und dauerhafte Partnerschaft wachsen.

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Basketballturnier für den Perspektivwechsel

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Ein konkretes Ergebnis der neuen Zusammenarbeit ist die Planung eines besonderen Sportevents in Hemer. Auf Initiative von Sophia, einer Schülerin der Felsenmeerschule, wird ein gemeinsames Basketballturnier für die Schülerschaft organisiert. Das Besondere an diesem Turnier ist, dass alle Mitspielenden - unabhängig von ihren körperlichen Voraussetzungen - in einem Rollstuhl gegeneinander antreten werden. Durch diese sportliche Aktion sollen Berührungsängste abgebaut und ein echter Perspektivwechsel für alle Beteiligten ermöglicht werden. Die Jugendlichen begegnen sich bei diesem Projekt auf Augenhöhe und entwickeln ein tieferes Verständnis für die Lebenswelt der jeweils anderen.

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Gelebte Inklusion im Schulalltag

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Die Kooperation der beiden Schulen setzt ein deutliches Zeichen für gelebte Inklusion und gegenseitige Wertschätzung im Märkischen Kreis. Durch die gemeinsamen Arbeitsphasen während der Tagung wurden Vorurteile und Unsicherheiten auf beiden Seiten aktiv angesprochen und abgebaut. Die Zusammenarbeit stärkt zudem das Selbstbewusstsein der Schülerinnen und Schüler, da sie erleben, dass ihre eigenen Ideen gehört werden und sie gemeinsam etwas bewegen können. In Zukunft sollen weitere Projekte folgen, um die nachbarschaftliche Verbindung zwischen der Europaschule und der Felsenmeerschule weiter zu festigen. Dieses Engagement fördert nicht nur die Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen, sondern zeigt auch, wie Inklusion im Alltag praktisch funktionieren kann.

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