
Dort war der FDP-Politiker Thomas Kemmerich mit den Stimmen der AfD zum Ministerpräsidenten gewählt worden. Im Gespräch mit Radio MK zeigte sich NRW-Landtagsvizepräsidentin Angela Freimuth deutlich erleichtert:
Nach der Wahl Kemmerichs hatte es aus allen Teilen der Republik Kritik gegeben - die Wahl wurde als "Schande von Erfurt" betitelt. In Berlin und anderen Städten war es zu Protesten gekommen weil die rechtspopulistische AfD erstmals einem Regierungschef ins Amt verholfen hatte. Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnete den Vorgang als "unverzeihlich". Vergleiche mit ähnlichen Ereignissen vor der Wahl Hitlers wurden laut.
Hoffmann: "Glaubwürdigkeit der FDP nimmt keinen Schaden!"
Axel Hoffmann ist FDP-Fraktionsvorsitzender im Kreistag MK. Er glaubt nicht, dass die Glaubwürdigkeit der FDP durch die Vorfälle in Thüringen Schaden genommen hat:
Mittlerweile gibt es innerhalb der Partei Reaktionen: Der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner will morgen bei einer Sondersitzung die Vertrauensfrage in der Parteiführung stellen.
Heider: "Rücktritt war geboten!"
Auch der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Matthias Heider aus Lüdenscheid hat sich zur Entwicklung in Thüringen geäußert. Er sagte uns zum angekündigten Rücktritt und zur Auflösung des Parlaments: