
Prozess nach Messerangriff in Werdohl
Vor dem Landgericht Hagen beginnt heute (13.08.) ein Prozess um mutmaßliche Gewalt an einer Bushaltestelle in Werdohl. Ein 25-Jähriger aus Neunkirchen ist wegen besonders schwerer räuberischer Erpressung, Beleidigung und versuchter Nötigung angeklagt.
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Raub an Bushaltestelle: Angeklagter vor Gericht in Hagen
Vor der 6. großen Strafkammer des Landgerichts Hagen muss sich ab dem 13. August ein 25 Jahre alter Mann aus Neunkirchen verantworten. Nach Angaben des Gerichts geht es um Vorwürfe aus dem Zeitraum vom 29. bis 30. Dezember 2023 in Werdohl. Angeklagt sind besonders schwere räuberische Erpressung, Beleidigung und versuchte Nötigung. Die öffentliche Hauptverhandlung beginnt um 9:30 Uhr. Weitere Verhandlungstage sind laut Landgericht für den 28. August und den 9. September 2026 angesetzt.
Werdohl: Gehbehinderter mit Messer bedroht
Laut Anklage soll der Mann am 29. Dezember 2023 gegen 15 Uhr an einer Bushaltestelle in Werdohl einen gehbehinderten Mann zunächst beleidigt haben. Demnach soll er ihn unter anderem als „Scheiß Gehbehinderter“ bezeichnet haben. Danach soll er dem Mann ein Messer vorgehalten und aus dessen geöffneter Jackentasche ein Mobiltelefon, eine Busfahrkarte und einen Schwerbehindertenausweis genommen haben. Das Landgericht führt den Fall deshalb unter anderem als besonders schwere räuberische Erpressung. Ob sich die Vorwürfe bestätigen, muss nun das Gericht klären.
Zweites Aufeinandertreffen im Bus
Nach Gerichtsangaben sollen der Angeklagte und der Zeuge am Folgetag an derselben Haltestelle erneut aufeinandergetroffen sein. Später sollen beide in einem Bus gewesen sein. Auch dort soll der Angeklagte den Mann wieder mit einem Messer bedroht haben. Laut Anklage soll er gesagt haben, dass er ihm das Messer in die Kehle stecken werde, wenn dieser nicht aufhöre zu „reden“. Außerdem soll er den Zeugen als „Krüppel“ beleidigt haben.
Fortsetzungstermine bis September
Für den Prozess sind bereits mehrere Verhandlungstage vorgesehen. Nach dem Auftakt am 13. August soll das Verfahren am Freitag, 28. August 2026, und am Mittwoch, 9. September 2026, jeweils ab 9:30 Uhr fortgesetzt werden. Das Verfahren ist öffentlich.