
SIHK zieht nach drei Jahren positive Bilanz
Nach drei Jahren ist das Projekt „Fit für Ausbildung“ der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen beendet. Nach Angaben der SIHK sollte das Angebot Jugendliche unterstützen, die den direkten Weg von der Schule in eine Ausbildung zunächst nicht geschafft hatten. Im Mittelpunkt standen dabei vor allem junge Menschen mit erschwerten Startbedingungen. Dazu gehörten laut SIHK fehlende Schulabschlüsse, Sprachprobleme oder eine geringe berufliche Orientierung. Ziel war es, die Jugendlichen schrittweise an eine Ausbildung heranzuführen und ihnen neue Perspektiven für den Einstieg ins Berufsleben zu geben.
Unterstützung für Jugendliche in der Region
Das Projekt richtete sich an Jugendliche, die für gewerblich-technische Berufe gewonnen werden sollten. Nach Angaben der SIHK setzte das Konzept auf sozialpädagogische Begleitung, praktische Erprobung und gezielte Förderung. Eine wichtige Rolle spielten dabei auch Praktika in Betrieben. So konnten die Teilnehmenden Einblicke in den Berufsalltag bekommen und ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Gleichzeitig sollten Motivation, Selbstorganisation und Berufsorientierung gestärkt werden.
Knapp 50 Prozent in duale Ausbildung vermittelt
Die Vermittlungsquote in duale Ausbildung lag laut SIHK am Ende bei knapp 50 Prozent. Für die Kammer ist das mit Blick auf die Zielgruppe ein Erfolg. Viele der Jugendlichen brachten mehrere Hürden mit, die den Einstieg in eine Ausbildung erschwerten. Einige Teilnehmende wechselten nach dem Projekt auch in Bildungsgänge an Berufskollegs, um einen Schulabschluss nachzuholen oder ihre Chancen auf dem Ausbildungsmarkt zu verbessern. In einem Durchgang konnten nach SIHK-Angaben 13 junge Menschen direkt in Ausbildung oder in ausbildungsnahe Maßnahmen vermittelt werden.
Enge Zusammenarbeit mit Betrieben als wichtiger Baustein
Aus Sicht der SIHK hat sich vor allem die Zusammenarbeit mit den Betrieben bewährt. Die Jugendlichen konnten Vertrauen zu den Projektverantwortlichen und zu Unternehmen aufbauen. Nach Angaben der Kammer zeigte sich bei vielen Teilnehmenden eine positive Entwicklung im Verhalten und in der beruflichen Orientierung. Auch die praktische Erprobung im Betrieb habe dazu beigetragen, die jungen Menschen gezielt an Ausbildung heranzuführen. Die SIHK zieht deshalb insgesamt ein positives Fazit nach drei Jahren Projektlaufzeit.
„Das Projekt ‚Fit für Ausbildung‘ hat gezeigt, dass die Kombination aus praktischer Erprobung, individueller Begleitung und enger Zusammenarbeit mit Betrieben ein wirksamer Ansatz ist, um benachteiligte Jugendliche schrittweise an Ausbildung heranzuführen“ - Sandra Schäfer, Teamleiterin Ausbildungsberatung und Bildungsprojekte bei der SIHK.