Prime Day: Auf was als Verbraucher zu achten ist

Beim Prime Day verführt Amazon viele Menschen dazu, bei angeblichen Schnäppchen zuzuschlagen. Die Verbraucherzentrale in NRW warnt jedoch seit Jahren davor.

Der größte Online-Versandhändler in der Welt zieht mal wieder die Aufmerksamkeit auf sich. Am 15. und 16. Juli ruft Amazon zum Prime Day auf. Ein Schnäppchen soll dem Nächsten jagen.

Egal ob Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräte oder sonstige Posten: der Verbraucher wird mit bis zu 60 oder 70 Prozent Rabatten gelockt.

„Nicht in Schnäppchenrausch verfallen“

Der Digitalexperte der Verbraucherzentrale in Nordrhein-Westfalen, Georg Tryba, warnt seit Jahren eindringlich davor, „in einen Schnäppchenrausch zu verfallen.“ Oftmals seien die Angebote seitens Amazon, oder auch anderen Händlern gar nicht so besonders, wie sie den Anschein machen.

Die Verbraucherschützer hätten über Jahre in Tests festgestellt, dass „viele Angebote eher nur 20 Prozent statt 50 Prozent heruntergesetzt waren“, wie Tryba verrät. Mit solchen Methoden würde der ein oder andere auf „verkaufspsychologische Folterinstrumente“ reinfallen.

Ablaufende Uhren oder Bestandsbalken

Amazon nutzt beispielsweise an seinen Prime-Day-Tagen für manche Produkte eine herablaufende Uhr, die symbolisieren soll, dass die Angebote nur noch für wenige Stunden so verfügbar seien. Allerdings würden sie laut Tryba dann doch Tage später erneut so auftauchen.

Auch sogenannte Bestandsbalken könnten viele Schnäppchenjäger dazu verleiten, schnell und unüberlegt bei dem ein oder anderen Produkt zuzuschlagen, das beispielsweise nur noch wenige Male bei Amazon auf Lager sei.

Zwei Vergleichsmaschinen laufen lassen

Georg Tryba hofft, dass immer weniger „von den Rabattangaben blenden lassen“. Deshalb hat die Zentrale für Verbraucherschutz noch einen weiteren Tipp parat, der bei einem echten Schnäppchen helfen soll.

Zum einen wird dazu geraten, mindestens zwei Preisvergleichsmaschinen bei Angeboten zu starten. „Nicht immer hat das eine Vergleichsportal die besten Übersichten für alle Produkte. Es ist ratsam, ein Zweites zu starten.“

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